Leag kauft Dutzende Windkraftanlagen

Leag kauft Dutzende Windkraftanlagen

Mit dem Kauf von weiteren Windenergieanlagen will das Energieunternehmen Leag den Umbau von der Kohleverstromung hin zu erneuerbaren Energien vorantreiben. Man habe Lieferverträge für bis zu 50 Windkraftanlagen geschlossen, teilte die Leag am Dienstag mit. Der Auftrag an die GE Renewable Energy sei Teil eines Gesamtpaketes von Kauf- und Vollwartungsverträgen, mit denen Windenergie-Projekte in der Lausitz und Ostdeutschland umgesetzt werden. Das erste dieser Projekte ist den Angaben zufolge der Windpark Forst-Briesnig II mit 17 Windenergieanlagen von einer Höhe bis zu 250 Metern.

Windpark

© dpa

Der Windpark «Albertshof» der Berliner Stadtwerke.

Das Energieunternehmen stellt sich auf die Umsetzung des Kohle-Ausstiegs ein. Spätestens 2038 muss laut Bundesregierung zum Schutz des Klimas ganz Schluss sein mit der Stromgewinnung aus Kohle. Zum Ausgleich bekommen Energieunternehmen wie Leag Milliarden-Entschädigungen vom Staat.
Forst-Briesnig ist laut Unternehmen das erste Windparkprojekt. Dafür soll eine Rekultivierungsfläche des Tagebaus Jänschwalde von etwa 320 Hektar genutzt werden. Ein entsprechender Genehmigungsantrag mit Umweltverträglichkeitsuntersuchung solle beim Landesamt für Umwelt (LfU) eingereicht werden. Die Inbetriebnahme des neuen Windparks ist für Ende 2023 oder Anfang 2024 geplant. Er soll etwa 270 000 Megawattstunden Strom im Jahr einspeisen. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von 77 000 Drei-Personen-Haushalten, so die Leag.
«Wir sind auf dem Weg vom Bergbau- und Kraftwerksbetreiber zu einem vielseitigen Energieunternehmen mit einem breiteren Mix aus Erzeugungsanlagen und einem deutlich wachsenden Anteil Erneuerbarer Energien in unserem Portfolio», sagte Hubertus Altmann, Leag-Vorstand Kraftwerke.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. April 2021 18:27 Uhr

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