Brandenburger Grüne loben Zusammenarbeit mit CDU

Brandenburger Grüne loben Zusammenarbeit mit CDU

Die Brandenburger Grünen machen der CDU rund fünf Wochen vor der Landtagswahl Avancen. «Wir haben hier im Landtag mit der CDU in der Opposition sehr gut zusammengearbeitet», sagte Grünen-Spitzenkandidatin Ursula Nonnemacher dem «Uckermark Kurier» (Freitag) aus Prenzlau. «Wir können uns deswegen eine Regierungszusammenarbeit mit der CDU durchaus vorstellen. Wichtig ist uns, dass unsere grünen Inhalte in der Koalition vorkommen.»

Bündnis 90/ Die Grünen

© dpa

Das Logo der Partei Bündnis 90/ Die Grünen. Foto: Rainer Jensen/Archivbild

Mit Blick auf ein mögliches rot-rot-grünes Bündnis kritisierte sie die SPD und stellte Forderungen. «Die SPD geht immer noch davon aus, dass Brandenburg eine Art Gutshof ist, ein sozialdemokratisches Stammland, wo sie bestimmen kann, wie es lang geht», sagte Nonnemacher. «Eine gemeinsame Koalition müsste ein völlig neues Bündnis mit einer völlig neuen Geschichte und einer ganz anderen Austarierung der Partner sein.»
Inhaltlich sieht sie mit der SPD «eine ganze Reihe (...) Probleme» und nannte die Agrarpolitik. Beim Thema Braunkohle, bei der die Grünen einen früheren Ausstieg als 2038 fordern, sieht Nonnemacher aber Bewegung. Woidke hatte Mitte Juli gesagt, ein früherer Ausstieg sei unter Bedingungen möglich - dazu zählte er die Sicherheit der Energieversorgung auch nach dem Ende der Atomkraft.
Auf mögliche Koalitionspartner ihrer Partei nach der Landtagswahl am 1. September wollte sich die Grünen-Spitzenkandidatin nicht festlegen, schloss aber die AfD aus. «Die Partei hat für uns in vielen Bereichen die Grenze zum Rechtsextremismus überschritten», sagte Nonnemacher. Mit allen anderen politischen Kräften wollten die Grünen Gespräche führen. Die Grünen wollen nach den Sommerferien entscheiden, ob sie einen Kandidat für das Ministerpräsidentenamt ins Rennen schicken. «Wir laufen vor der Verantwortung bestimmt nicht davon.» In jüngsten Umfragen lagen die Grünen bei 16 bis 17 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Juli 2019 12:00 Uhr

Weitere Meldungen