Keine Schwammspinner-Raupen-Plage in Brandenburg

Keine Schwammspinner-Raupen-Plage in Brandenburg

Der Anblick ist wenig angenehm: eine helle Hauswand bedeckt von schwarzen Raupen. Wenn die Insekten fressen, ist ein leichtes Schmatzen und Knirschen zu hören. Es ist fast ein wenig unheimlich.

Zunehmende Insektenplagen

© dpa

Ein Schwammspinner sitzt auf einem Finger. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Frankfurt (Oder) (dpa/bb) - Brandenburg ist in dieser Saison von einer Schwammspinner-Raupen-Plage mit ähnlichen Ausmaßen wie in Sachsen oder Thüringen verschont geblieben. In jedem Jahr werden jedoch Bestände registriert, diesmal hielten sie sich im Rahmen, sagte Bianka Zimmer vom Referat Schädlingsbekämpfung beim Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung auf Anfrage.
Millionen Raupen bevölkern in Sachsen Waldstücke. In Thüringen und Bayern sind sie sogar in Städte vorgedrungen und fressen Pflanzen in Vorgärten kahl. Der Schwammspinner (Lymantria dispar) liebt die Wärme. Er vermehrt sich besonders nach warm-trockenen Frühsommern in Massen. Durch den Fraß leidet das Wachstum der Bäume. Für Menschen ist das massenhafte Auftreten lästig. Auch Allergien könnten ausgelöst werden - jedoch nicht in dem Ausmaß wie beim Eichenprozessionsspinner.
«Wir behalten die Stellen im Blick, wo die Insekten immer wieder auftreten», sagte Zimmer. Sie rechne damit, dass sich in den kommenden Tagen die etwa sechs Zentimeter langen Raupen zu Schmetterlingen verpuppen. Die gelangten möglicherweise nach Brandenburg und würden dort ihre Eier platzieren. «Das könnte im kommenden Jahr dann gefährlich werden.»
In diesem Jahr haben märkische Gärtnereien und Forstbetriebe mit dem Schadinsekt Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) zu kämpfen. «Die Raupe frisst Blätter vieler Laubgehölzarten», sagte Zimmer. Bei gelegentlicher Massenvermehrung sei ein völliger Kahlfraß möglich, auch an Eichen und Obstbäumen. Die Eiergespinnste müssten schnell entfernt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. Juni 2019 07:20 Uhr

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