Nach Serie von Betrugstaten: Vier Angeklagte vor Gericht

Nach Serie von Betrugstaten: Vier Angeklagte vor Gericht

Sie sollen als Bande agiert und für Betrugstaten mit einem Schaden von mehr als 250.000 Euro verantwortlich sein: Gegen zwei Frauen und zwei Männer hat am Berliner Landgericht der Prozess wegen Betrugs und Urkundenfälschung begonnen. Die 31- und 32-Jährigen sollen unter Einsatz gefälschter Dokumente immer wieder firmengebundene Kreditkarten bei verschiedenen Unternehmen erlangt und dann damit eingekauft haben. Auch sogenannte Kaufkredite hätten sie ergaunert. Ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Donnerstag zunächst offen.

Justitia

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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.

Von 52 Taten in der Zeit von Anfang 2019 bis Juni 2020 geht die Staatsanwaltschaft aus. Die Vorgehensweise sei «sehr detailliert ausgearbeitet» gewesen, heißt es in der Anklage. In wechselnder Beteiligung hätten die mutmaßlichen Betrüger vor allem hochwertige Geräte der Unterhaltungselektronik erschlichen. Falschpapiere hätten die Angeklagten entweder selbst hergestellt oder sich bei unbekannten Fälschern beschafft. «Die erlangte Beute oder deren Veräußerungserlöse teilten sie unter sich auf», so die Anklage.
Die Angeklagten, die alle vorbestraft sind, befinden sich seit März beziehungsweise April 2021 in Haft. Für den Prozess wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs sowie Urkundenfälschung und Missbrauch von Ausweispapieren sind acht weitere Verhandlungstage bis zum 14. Januar 2022 vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Dezember 2021 14:59 Uhr

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