GEW: Mehr Corona-Tests und weiter Präsenzpflicht an Schulen

GEW: Mehr Corona-Tests und weiter Präsenzpflicht an Schulen

Nach dem Ende der Weihnachtsferien am Montag (03. Januar 2022) sollte es nach Überzeugung der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) über einen längeren Zeitraum tägliche Corona-Tests in den Schulen geben.

Corona-Schnelltest in der Schule

© dpa

Ein Schüler hält einen negativen Corona-Schnelltest in der Hand.

Die Senatsverwaltung für Bildung hat das bisher nur für die erste Woche nach den Ferien ankündigt. Das reiche aber nicht, sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Wir würden es begrüßen, wenn es die Schnelltests in den Schulen täglich geben würde. Das muss die Gesellschaft dann leisten und bezahlen.»
Erdmann sagte, der Präsenzunterricht, bei dem alle Schülerinnen und Schüler in der Schule anwesend sind, gehöre auf den Prüfstand. «Aber wir sind jetzt noch nicht so weit, dass wir sagen, es muss sofort auf Wechselunterricht umgestellt werden. Das geben die Zahlen in Berlin so noch nicht her.»
Den Eltern - wie in der ersten Jahreshälfte über mehrere Monate - freizustellen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht, ist aus Sicht der GEW der falsche Ansatz: «Vom Aussetzen der Präsenzpflicht halten wir gar nichts», sagte Erdmann. «Ansonsten nehmen einige Eltern ihre Kinder aus der Schule, weil sie die Gefahr für zu groß halten, dass ihr Kind eine Infektion mit nach Hause bringt», so der Berliner GEW-Vorsitzende. «Aber ob dann wirklich gewährleistet ist, dass es zu Hause über Fernunterricht lernen kann, das wage ich zu bezweifeln. Wenn man an der Stellschraube was drehen will, dann sagen wir: lieber Wechselunterricht als Aussetzen der Präsenzpflicht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 29. Dezember 2021 12:38 Uhr

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