Projektleiter: Etwa 3000 Impfungen mehr nach Messe-Absage

Projektleiter: Etwa 3000 Impfungen mehr nach Messe-Absage

Infolge der Absage der Grünen Woche werden in Berlin täglich etwa 3000 Impfungen mehr gegen das Coronavirus möglich sein. Davon geht der Projektleiter der Corona-Impfzentren, Albrecht Broemme, aus.

Impfung

© dpa

Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten.

«Ab Mitte, Ende Dezember können wir das dann bieten, weil dann der Ausbau des ICC abgeschlossen sein wird», sagte Broemme dem RBB-Inforadio am Samstag. «Je mehr Impfungen wir an diesen gut organisierten Impfstellen anbieten können, desto effektiver ist das», meinte er mit Blick auf die angespannte Situation in Hausarztpraxen.
Der frühere langjährige Präsident des Technischen Hilfswerks koordiniert in der Hauptstadt den Aufbau der Zentren. Er hatte schon den Aufbau des Corona-Notkrankenhauses auf dem Messegelände geleitet. An dem Standort sollte nun eigentlich das Impfzentrum für Großveranstaltungen wie die Landwirtschaftsmesse ins ICC weichen. Die Aufbauarbeiten im ICC laufen bereits. Nach dem Aus für die Grüne Woche wird es nun aber beide Impfzentren geben. «Die Absage hat mir auch einen Stich ins Herz versetzt», sagte Broemme. Sie biete aber eine Chance, mehr Menschen zu impfen.
Broemme zeigte sich zugleich erleichtert darüber, dass Berlin auch in der ruhigeren Phase der Corona-Pandemie zwei der insgesamt sechs Impfzentren nicht geschlossen hat. Nun ginge es darum, Impfprozesse zu optimieren und - ohne Hektik zu verursachen - die Durchlaufzeit für die jeweiligen Impflinge zu verkürzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 27. November 2021 19:59 Uhr

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