Noch keine Ergebnisse von Arbeitsgruppe Heinz Krügel

Noch keine Ergebnisse von Arbeitsgruppe Heinz Krügel

Eine Arbeitsgruppe beim 1. FC Magdeburg arbeitet weiter die Biografie von Heinz Krügel auf, der den Club 1974 als Trainer zum Europacup-Sieg geführt hatte. Am Samstag wäre Krügel 100 Jahr alt geworden. «Wir haben bei Behörden und Institutionen Einsichtnahme angemeldet. Derzeit gibt es noch keine konkreten Ergebnisse», sagte Bernd Tiedge, der Leiter des Arbeitskreises Tradition beim Fußball-Drittligisten 1. FCM am Donnerstag der dpa.

Heinz Krügel

© dpa

Heinz Krügel schaut in die Kamera.

Unter anderen sollen Unterlagen aus dem Archiv des DDR-Fußball-Verbandes DFV, des Stadtarchivs Magdeburg und des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit als Recherche-Grundlage dienen. Krügel war 2008 verstorben.
Aus den Tagebüchern seines Freundes und späteren Trainer-Kollegen Walter Fritzsch, die vom Dresdner Journalisten Uwe Karte ausgewertet wurden, sowie einer 2014 veröffentlichten Dokumentation des 2016 verstorbenen Medienwissenschaftlers Otto Altendorfer von der Hochschule Mittweida gibt es Hinweise auf ein düsteres Kapitel in Krügels persönlicher Vergangenheit. Während der Nazi-Zeit soll er der berüchtigten Waffen-SS angehört haben. Anfang 2021 hatte der 1. FCM eine Arbeitsgruppe Heinz Krügel gegründet.
Krügel arbeitete von 1966 an zehn Jahre lang als Cheftrainer des 1. FC Magdeburg und gilt mit dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger, drei Meistertiteln und zwei Pokalsiegen als einer der erfolgreichster Trainer der DDR. 1976 war er zur Betriebssportgemeinschaft Motor Mitte Magdeburg abgeschoben worden, was noch immer Fragen aufwirft.
Am Tag seines 100. Geburtstages wird der Verein an Krügels Grab ein Blumengebinde mit einer blau-weißen Schleife niederlegen. Eine offizielle Veranstaltung an der Heinz-Krügel-Statue vor dem Stadion ist in der Zeit der Corona-Pandemie nicht geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. April 2021 11:14 Uhr

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