Kalayci warnt vor Debatte um «Privilegien» für Geimpfte

Kalayci warnt vor Debatte um «Privilegien» für Geimpfte

Wegen der angespannten Corona-Lage hält Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci Debatten über eine komplette Rückkehr zur Normalität für geimpfte Menschen derzeit nicht für angezeigt.

Dilek Kalayci

© dpa

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci spricht während einer Pressekonferenz in Berlin.

Es mache absolut Sinn, im Falle eines vollständigen Impfschutzes auf einen negativen Schnelltest zu verzichten, twitterte die SPD-Politikerin am Dienstag (13. April 2021). Denn laut Robert Koch-Institut sei das Übertragungsrisiko bei vollständig Geimpften geringer. «Ich warne jedoch vor der verfrühten Diskussion von Privilegien», so Kalayci. «Erst mit einem relevanten Impfschutz der Bevölkerung und dem Überwinden der 3. Welle kann ein Stück Normalität für Geimpfte in Aussicht gestellt werden», fuhr sie fort. Wann genau Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei, hänge von der schnelleren Verfügbarkeit von Impfstoffen ab.

Geimpfte werden mit negativ Getesteten gleichgesetzt

Der Berliner Senat beschloss zumindest etwas mehr Freiheiten für Menschen, die schon zweimal gegen das Coronavirus geimpft wurden. Sie werden künftig wie solche mit einem negativen Test behandelt - damit dürfen sie ohne vorherigen Corona-Test auch abseits des Lebensmittelhandels Einkaufen gehen, einen Friseur- oder Kosmetiksalon, ein Museum oder eine Ausstellung besuchen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) twitterte, sie sei froh über den Senatsbeschluss zu geimpften Menschen. «Weil sie für die Infektionen keine Rolle mehr spielen, darf man sie auch nicht weiter einschränken.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. April 2021 08:18 Uhr

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