Alstom verhandelt mit Skoda Transportation über Werke

Alstom verhandelt mit Skoda Transportation über Werke

Vor der Fusion mit der Zugsparte von Bombardier verhandelt der französische TGV-Hersteller Alstom mit dem tschechischen Unternehmen Skoda Transportation über zwei Werke. Es gehe schon seit längerem um den Verkauf der elsässischen Fabrik Reichshoffen und um Teile des Bombardier-Standorts Hennigsdorf bei Berlin, bestätigte Alstom auf Donnerstag auf Anfrage in Saint-Ouen bei Paris. Zuvor hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten im vergangenen Juli ihr grünes Licht für den milliardenschweren Deal mit der Auflage verbunden, dass Bombardier-Produktionsanlagen in Hennigsdorf verkauft werden müssen. Auch die Abgabe des Werks Reichshoffen wurde von Brüssel gefordert, damit der neue Verbund nicht zu mächtig wird.
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Alstom will die Megafusion mit der Bombardier-Zugsparte am Freitag abschließen. In der Branche entsteht damit laut Medien die weltweite Nummer zwei, hinter dem chinesischen Giganten CRRC. Beschäftigt werden nach Unternehmensangaben zusammen rund 74 000 Menschen.
Skoda Transportation ist ein großes Maschinenbauunternehmen mit Sitz im westböhmischen Pilsen (Plzen), das mit dem Automobilhersteller gleichen Namens nichts zu tun hat. Es stellt unter anderem Elektrolokomotiven und Straßenbahnen her, die beispielsweise in der Hauptstadt Prag unterwegs sind. Skoda Transportation gehört seit drei Jahren zum PPF-Konzern des reichsten Tschechen Petr Kellner.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Januar 2021 17:45 Uhr

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