Polizei schließt weitere Geschäfte bei Corona-Kontrollen

Polizei schließt weitere Geschäfte bei Corona-Kontrollen

Die Berliner Polizei hat bei Kontrollen zu den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Geschäfte geschlossen.

Polizei kontrolliert Corona-Verstöße

© dpa

24.03.2020, Berlin: Polizisten gehen durch die Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße.

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Informationen zum Coronavirus: Gewerbe

Offizielle Liste des Landes Berlin, welche Geschäfte und Dienstleistungen laut der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin geöffnet bzw. angeboten werden dürfen. mehr

Zahlreiche Geschäfte unerlaubt geöffnet

Wie die Polizei am 27. März 2020 mitteilte, ordneten Polizisten am Donnerstag bis 18 Uhr die sofortige Schließung von sieben Geschäften an. Bis 6 Uhr am Freitagmorgen mussten demnach weitere fünf «Objekte» zumachen. Damit sei alles gemeint, was laut den Verordnungen nicht mehr geöffnet sein darf, erklärte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. 
Insgesamt schrieben Polizisten bei den Kontrollen den Angaben nach 21 Straf- und 43 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Am Donnerstagnachmittag und -abend hätten sich zudem viele Menschen in Parks aufgehalten. Im Zeitraum von 18 Uhr bis 6 Uhr hätten Polizisten 320 Menschen im Freien überprüft.

Sonnen im Park ist nicht gestattet

Wie Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Donnerstag erklärt hatte, ist zwar das kurze Verweilen in Parks erlaubt. Aber das Niederlassen auf Decken, das Sonnen und längere Sitzen an einer Stelle draußen sei verboten, sagte Slowik. «Alles, was zum längeren Aufenthalt führt (...) ist nicht zulässig und wird von den Einsatzkräften angesprochen und geahndet werden.» 

Grundsätzlich gilt wegen der Coronakrise ein Abstandsgebot

Bei jedem Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten. Man darf nur allein oder zu zweit unterwegs sein. Ausnahmen gelten für Familien und Bewohner gemeinsamer Wohnungen. Die Polizei teilte mit, seit dem 14. März habe man die Schließung von 786 «Objekten» angeordnet. Gleichzeitig seien 634 Verstöße gegen die Verordnungen registriert worden. Die Diskrepanz erkläre sich dadurch, dass die Verordnungen für viele Läden und andere Einrichtungen anfangs neu gewesen seien, erklärte die Polizeisprecherin. Die Polizei habe daher zunächst viele Einrichtungen geschlossen, ohne eine Anzeige anzufertigen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. März 2020 14:05 Uhr

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