Senatschef Müller: IAA für Diskussion mit Kritikern nutzen

Senatschef Müller: IAA für Diskussion mit Kritikern nutzen

Sollte die Internationale Automobilausstellung (IAA) nach Berlin umziehen, will der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) offen mit Auto-Kritikern umgehen. «Die großen Auftritte der unterschiedlichsten Bereiche werden immer auch kritisch hinterfragt werden, und das ist auch in Ordnung», sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. Das kenne man von der Grünen Woche und der Reisemesse ITB.

Michael Müller schaut in die Runde

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Der regierende Bürgermeister Michael Müller schaut in die Runde.

«Bei der IAA wird das Klimathema eine Rolle spielen», sagte Müller. Das sei kein Grund, sich zurückzuziehen. «Im Gegenteil: Wir wollen die Messe, damit wir auch auf der Messe diese Diskussion führen können, selbstbewusst und nach vorne blickend.»
Sieben deutsche Messestandorte haben sich um die IAA beworben. Am Donnerstag präsentiert Müller mit Messechef Christian Göke beim Verband der Automobilindustrie das Konzept Berlins. Ende Januar will der VDA bis zu drei Standorte für die Endauswahl festlegen. Im März oder April könnte dann feststehen, wo die IAA ab 2021 über die Bühne geht.
«Der Messestandort Berlin entwickelt sich von Jahr zu Jahr nach vorne, mit neuen Flächen, mit attraktiveren Flächen, mit entsprechender Infrastruktur», warb Müller für die Hauptstadt. Sie begeistere Aussteller und Besucher. «Und wir haben für die IAA etwas ganz Besonderes an Umfeld zu bieten: Das ist der ganze Wissenschafts- und Forschungsbereich.» Ohne sie sei neue Mobilität undenkbar.
Widerstand von den mitregierenden Grünen erwartet Müller nicht. Ein Landesparteitag der Grünen hatte sich im Dezember knapp gegen die Messe ausgesprochen. «Der Koalitionspartner ist überzeugt», sagte Müller. In der Senatssitzung am Dienstag habe er die Präsentation beim VDA angekündigt. «Es gab dazu keine Hinweise, keine Wortmeldung. Insofern ist klar, dass wir uns gemeinsam als Senat, als Stadt um die IAA bewerben.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 19. Januar 2020 09:38 Uhr

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