Unter Auflagen: Behörde macht Weg frei für Einheitsdenkmal

Unter Auflagen: Behörde macht Weg frei für Einheitsdenkmal

Die Berliner Senatsverwaltung hat grünes Licht für den Baubeginn des Freiheits- und Einheitsdenkmals vor dem wiederaufgebauten Stadtschloss gegeben. Wie die Behörde für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Freitag mitteilte, könnten die Arbeiten «unter strengen Natur- und Artenschutzauflagen» beginnen.

Bei den Auflagen geht es um Ausgleichsmaßnahmen für geschützte Fledermäuse, die in den Gewölben vor Ort leben. So müssten etwa alternative Brutplätze eingerichtet, andere Gebiete in der Stadt renaturiert oder ein neues Winterquartier in den sanierten Gewölben sichergestellt werden.
Für das seit Jahren umstrittene Projekt hatte der Bundestag im vergangenen Jahr 17 Millionen Euro freigegeben. Auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals vor dem künftigen Humboldt Forum soll eine riesige begehbare Waage an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern.
Ursprünglich sollte das Denkmal zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im November 2019 fertig werden. Aller Voraussicht nach ist auch der 30. Jahrestag der Einheit am 3. Oktober 2020 als Ziel nicht mehr möglich. Das offiziell «Bürger in Bewegung» benannte Werk wird von Kritikern auch als «Einheitswippe» bezeichnet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Oktober 2019 19:07 Uhr

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