Giffey fordert Abwarten bei Prüfung von Plagiatsverdacht

Giffey fordert Abwarten bei Prüfung von Plagiatsverdacht

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) dringt auf Geduld, bis die Freie Universität einen Plagiatsverdacht bei ihrer Doktorarbeit abschließend geprüft hat. «Ich finde, diese Zeit muss man schon abwarten und ich werde dann, wenn das Ergebnis da ist, damit umgehen, aber ich habe darauf heute keinen Hinweis», sagte Giffey am Freitag bei einem Termin in Potsdam auf die Frage eines Journalisten nach einer Entscheidung über ihre Zukunft. «Ich bin der Auffassung, dass ich hier meine Aufgabe zu erfüllen habe und das mache ich.»

Franziska Giffey (SPD)

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Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler/Archivbild

Auf der Internetseite der Plagiatsjäger «VroniPlag» heißt es, auf mehr als jeder dritten Seite von Giffeys Arbeit sei Plagiatstext gefunden worden. Auf einer Seite ihrer Arbeit habe Giffey sogar mehr als drei Viertel aus fremden Texten übernommen.
Seit Februar prüft die Freie Universität Berlin (FU) Giffeys Doktorarbeit wegen Plagiatsverdachts. Die Ministerin hatte die Uni selbst darum gebeten, wie sie am Freitag betonte. Ein Ergebnis der Untersuchung steht noch aus. Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema «Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Mai 2019 13:30 Uhr

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