Bahn-Störung im Havelland doch durch Suizid

Bahn-Störung im Havelland doch durch Suizid

Potsdam (dpa/bb) - Hintergrund der Störungen auf der ICE-Strecke Berlin-Hamburg bei Falkensee (Havelland) am vergangenen Freitag ist entgegen bisheriger Erkenntnisse wohl doch ein Suizid gewesen. Zunächst war die Polizei aufgrund von Zeugenaussagen von einem Unfall ausgegangen, bei dem eine Frau getötet worden war. «Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei von einem Suizid einer 22-Jährigen Frau aus Falkensee aus», teilte die Polizeidirektion West am Montag nun auf Anfrage mit.

Störungen auf der ICE-Strecke

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Der ICE steht auf der Strecke, Polizisten begutachten den Zug. Foto: Christian Pörschmann

Zeugen hatten berichtet, dass insgesamt drei Personen die Gleise im Bereich des Bahnhofs Seegefeld überquert hätten. Die Letzte der Gruppe sei möglicherweise dann von dem ICE erfasst worden. Nach Auswertung von Aufnahmen einer Videokamera in der Nähe des Unfallorts habe sich dies nicht bestätigt, erklärte Polizeisprecher Daniel Keip. «Ein Zusammenhang zu den Personen, die im Vorfeld die Bahngleise überschritten haben sollen, hat sich nicht bestätigt.»
Nach dem Personenunfall war die Bahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt. 565 Fahrgäste mussten in einem Ersatzzug zunächst zurück nach Berlin reisen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. Februar 2018 12:00 Uhr

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