Stadtumbau Ost / Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Quartierpark Rosenfelder Ring (Wikipedia: Angelika Marion Arnold)

Auf Grund des wirtschaftlichen und demographischen Wandels vor allem in den neuen Bundesländern werden Wohnungen und städtische Infrastruktur nicht mehr in dem bestehenden Umfang benötigt. Um Leerstand, Verfall und damit einhergehende Abwertung der Quartiere zu vermeiden, haben Bund und Länder ein Programm aufgelegt, das durch gezielte Rückbau- und Aufwertungsmaßnahmen die Wohnungswirtschaft stabilisieren und die städtischen Quartiere verbessern soll.

Im Bezirk Lichtenberg, in dem die Wohnungswirtschaft den Bestand nahezu vollständig saniert hat, gibt es wegen des hohen Sanierungsstandes, aber auch auf Grund günstiger Erreichbarkeit und Nähe zur Innenstadt keinen nennenswerten Leerstand.

Viele Schulen und Kitas (insgesamt rund 60 Einrichtungen) wurden jedoch nicht mehr benötigt. Wenn keine Nachnutzung möglich war, wurde der Abriss angestrebt, der auch aus dem Programm finanziert werden konnte.

Parallel zu den Rückbaumaßnahmen wurden zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen durchgeführt. Einerseits entstanden so auf den Abrissgrundstücken neue Grünanlagen, wie der Quartierspark Randowstraße, andererseits wurden öffentliche Räume mit großen Abnutzungserscheinungen oder Gestaltungsdefiziten neu gestaltet (wie der Anton-Saefkow-Platz und der Nöldnerplatz).

Oftmals konnte auch durch die Finanzierung baulicher Maßnahmen eine Nachnutzung ermöglicht werden, wie im Falle der Jugendfreizeiteinrichtung in der Otto-Marquardt-Straße, des neuen Nachbarschaftshauses Ribnitzer Straße 1b oder des ehemaligen Nachbarschaftshauses Am Berl 9/10, das vorher eine Kita war und jetzt mit Fördermitteln wieder zu einer neuen Kita umgebaut wird.

Seltener wird ein Neubau als Aufwertungsmaßnahme gefördert wie die Jugendfreizeiteinrichtung “Haus der 2 Türen” im Gensinger Viertel und zuletzt der Neubau einer Jugendfreizeiteinrichtung im Fördergebiet Frankfurter Allee Nord (Siegfriedstraße 29).

Mit diesen Maßnahmen wird die Attraktivität der Wohnquartiere verbessert und nachhaltig gesichert.

Vertiefende Informationen zu den einzelnen Lichtenberger Fördergebieten und über durchgeführte, aktuelle und künftige Maßnahmen können nachfolgend abgerufen werden.

Zur Vorbereitung der Maßnahmen wurde in jedem Fördergebiet unter Beteiligung aller betroffenen amtlichen Stellen wie auch der Wohnungswirtschaft und der Anwohnerschaft ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept (INSEK) aufgestellt.