Stolpersteine Uhlandstraße 123

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Hauseingang Uhlandstr. 123, Foto:H.-J. Hupka, 2014
Bild: H.-J. Hupka

Die von Mimi und Leo Lipis (Berlin) gespendeten Stolpersteine sind am 21.3.2014 verlegt worden.

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Stolperstein Asta Jacob, Foto:H.-J. Hupka, 2014
Bild: H.-J. Hupka

HIER WOHNTE
ASTA JACOB
GEB. DAVIDSOHN
JG. 1883
DEPORTIERT 29.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Asta Jacob , geb. Davidsohn ist am 24. November 1883 in Demmin (Pommern) geboren. Sie wohnte in der Uhlandstraße 123 und war im Berliner Adressbuch als Sekretärin eingetragen. Deportiert wurde sie am 29. Januar 1943 in einem mit 1000 Menschen vollbesetzten Zug von Grunewald nach Auschwitz, wo sie im Alter von knapp 60 Jahren ermordet worden ist.

Quelle: Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nazionalsozialismus, Freie Universität Berlin, Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung, Edition Hentrich, Berlin 1995; Bundesarchiv Koblenz 1986.

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Stolperstein Arthur Hecht, Foto:H.-J. Hupka, 2014
Bild: H.-J. Hupka

HIER WOHNTE
ARTHUR HECHT
JG. 1880
DEPORTIERT 18.10.1941
LODZ / LITZMANNSTADT
ERMORDET 20.1.1942

Arthur Hecht ist am 17. April 1880 in Laurahütte (Huta Laura) in der Nähe von Kattowitz (Katowice) geboren. Er lebte schon viele Jahre in Berlin und war unter verschiedenen Adressen aufzufinden, meistens wohl als Untermieter, da er in manchen Jahren keinen eigenen Eintrag hatte. Mit dem ersten Zug, der das berüchtigte Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald in Richtung Lodz/Litzmannstadt verließ, wurde er am 18. Oktober 1941 deportiert. Am 20. Januar 1942 ist er im dortigen Ghetto mit 61 Jahren ums Leben gebracht worden.

Quelle: Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nazionalsozialismus, Freie Universität Berlin, Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung, Edition Hentrich, Berlin 1995; Bundesarchiv Koblenz 1986; Berliner Adressbücher.

Als Hauseigentümer stand der Gürtlermeister Wilhelm Lefebre, der bis 1940 in der Hektorstraße 3 wohnte, auch mit der Anschrift Oranienstraße 65 im Adressbuch. Noch 1941 war er als Hausbesitzer verzeichnet, 1942 hieß es dann an dieser Stelle: „ungenannt“. In den Deportationslisten taucht er nicht auf, jedoch seine Mutter Gertrud Lefebre, geb. Frankenstein (geboren 1875 in Berlin), sowie seine Brüder Arthur Lefebre (geboren 1899 in Berlin) und Kurt Lefebre (geboren 1901 in Berlin), die alle drei in der Hektorstraße 3 wohnten und am 3. und 4. März 1943 nach Auschwitz deportiert worden sind.