Stolpersteine Hildegardstr. 25

Foto folgt
Bild: BA

Diese Stolpersteine wurden auf Initiative von Renate Graf (Berlin) am 8.6.2013 verlegt und von ihr sowie einigen Hausbewohnern gespendet.

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Stolperstein Ida Liebenthal, Foto: F. Siebold, Juni 2013
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HIER WOHNTE
IDA LIEBENTHAL
GEB. LOEWENSTEIN
JG. 1870
DEPORTIERT 16.12.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 2.11.1943

Ida Liebenthal , geb. Löwenstein, ist am 29. Mai 1870 in Nordhausen geboren. Sie wurde am 16. Dezember 1942 ins Ghetto Theresienstadt verschleppt und ist dort am 2. November 1943 ums Leben gebracht worden. Im Berliner Entschädigungsamt ist eine Akte über sie vorhanden, die aber gesperrt ist, weil bis 2018 Datenschutz besteht. Über Ida Liebenthals Leben können vorerst keine Angaben gemacht werden. Ob im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam Akten lagern, die Aufschlüsse geben, wird zu einem späteren Zeitpunkt geprüft.

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Stolperstein Martin Burg, Foto: F. Siebold, Juni 2013
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HIER WOHNTE
MARTIN BURG
JG. 1895
DEPORTIERT 24.10.1941
LODZ/LITZMANNSTADT
ERMORDET 4.5.1942
CHELMNO/ KULMHOF

Martin Burg , geboren am 9. Mai 1895 in Berlin, besaß und führte zusammen mit seiner Frau Elly das gut gehende Konfektionsgeschäft „Burg’s Herrenmoden in der Lauenburger Straße 2a. In der gegen jüdische Geschäfte gerichteten „Pogromnacht“, von den Nazis „Kristallnacht“ genannt, wurde der Laden verwüstet und ausgeraubt. Es ist nicht bekannt, wie die Eheleute Berg in den folgenden Jahre lebten, denen es wirtschaftlich gut gegangen war, die nun aber verarmt waren.
Martin Burg wurde am 24. Oktober 1941 ins Ghetto Lodz/Litzmannstadt deportiert. Das Todesdatum ist unbekannt.
Für Martin Burg wurde kein Antrag auf Entschädigung gestellt, daher sind im Berliner Entschädigungsamt keine Akten vorhanden.

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Stolperstein Elly Burg, Foto: F. Siebold, Juni 2013
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HIER WOHNTE
ELLY BURG
GEB. BAERWALDT
JG. 1897
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Elly Burg geb. Baerwald, wurde am 20. August 1897 in Tilsit geboren. Mit ihren Eltern und Geschwistern kam sie 1917 von Königsberg nach Berlin. 1922 heiratete sie Martin Burg, mit dem sie das sehr gut gehende Herrenkonfektionsgeschäft „Burg’s Herrenmoden“ in der Lauenburger Straße 2a betrieb. Das Ehepaar Burg lebte in wirtschaftlich durchaus guten Verhältnissen.
In der Pogromnacht am 9. November 1938, von den Nazis verharmlosend „Kristallnacht“ genannt, wurden der Laden und das Warenlager völlig zerstört und geplündert. Das Geschäft konnte von seinen Besitzern nicht wieder aufgebaut werden.
Elly Burg wurde am 3.Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Ihr Todesdatum ist unbekannt.

Ellys Bruder, Felix Baerwald, der 1939 nach Shanghai geflüchtet war, hatte mit seiner Schwester bis 1940 Briefkontakt, danach riss die Verbindung ab.
Felix Baerwald, mittlerweile in Kalifornien lebend, stellte 1956 einen Antrag auf Entschädigung. Ihm wurden 1964 und 1965 für den Tod und für das zerstörte Eigentum seiner Schwester zwei Entschädigungssummen zugebilligt, die aber weder das eine noch das andere Leid und Unrecht auch nur annähernd ausgleichen konnten.

Recherchen: Renate Graf