Stolpersteine Niebuhrstraße 65

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Hauseingang Niebuhrstr. 65, 20.4.13
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

Der Stolperstein für Hedwig Leviton wurde am 16.9.2009 verlegt.

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Stolperstein für Hedwig Leviton
Bild: Wolfgang Knoll

HIER WOHNTE
HEDWIG LEVITON
GEB. WASSERZUG
JG. 1877
DEPORTIERT 1.11.1941
LODZ<
ERMORDET 9.5.1942
KULMHOF

Hedwig Leviton, geborene Wasserzug, wurde am 25. November 1877 in Hohensalza (Inowrazlaw) geboren. In der Kleinstadt im Nordosten der Provinz Posen (Poznan) lebten in ihrem Geburtsjahr mehr als 1600 jüdische Menschen.

Vor 1933 war weder sie noch ein Mann dieses seltenen Namens im Berliner Adressbuch eingetragen. Von 1934 an stand sie als „Privatiere“ in der Wielandstraße 13, später mit dem Zusatz „Frau“ nicht weit entfernt in der Niebuhrstraße 65. Über ihren Ehemann, der wohl vor 1934 gestorben ist, und über ihr Leben ist fast nichts bekannt, die noch vorhandenen Unterlagen geben wenig her.

Hedwig Leviton wurde zunächst in die Sammelstelle Levetzowstraße 7-8 und dann am 1. November 1941 nach Litzmannstadt (Lodz) und von dort am 9. Mai 1942 nach Kulmhof (Chelmno) deportiert und ermordet.

Weitere sechs Menschen aus dem Haus Niebuhrstraße 65 wurden Opfer der Shoah: Margarete Cohn, Paula Gutmann, Sara Jakob, Meta Langnas, Marta Gerson und Alfred Lippmann. Sie alle sind wie ihre Nachbarin Hedwig Leviton in verschiedene Konzentrationslager Osteuropas verschleppt worden.

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf