Stolpersteine Lärchenweg 33

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Hausansicht Lärchenweg 33
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Mitglieder des Siedlervereins Eichkamp e.V., Abiturienten der Wald-Oberschule und Schülerinnen der Rudolf-Steiner-Schule haben 2008 eine Stolperstein-Initiative Eichkamp gegründet und an Recherchen über 31 Eichkamper mitgewirkt, die wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden. Die meisten von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet. Für 27 von ihnen wurden Stolpersteine verlegt, für drei weitere nicht, weil sich die Nachfahren dagegen aussprachen.
Weitere Informationen zu den Stolpersteinen in Eichkamp finden Sie auf der Website der Siedlung Eichkamp.

Diese Stolpersteine wurden am 8.9.2009 verlegt.

Link zu: Stolperstein für Berthold Pulvermann
Stolperstein für Berthold Pulvermann
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Knoll

HIER WOHNTE
BERTHOLD
PULVERMANN
JG. 1867
VOR DEPORTATION
TOT IM SAMMELLAGER
GERLACHSTRASSE
5.9.1942

Link zu: Stolperstein für Charlotte Pulvermann
Stolperstein für Charlotte Pulvermann
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Knoll

HIER WOHNTE
CHARLOTTE
PULVERMANN
GEB. RADLAUER
JG. 1877
DEPORTIERT 14.9.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 2.12.1942

Link zu: Stolperstein für Alice Pulvermann
Stolperstein für Alice Pulvermann
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Knoll

HIER WOHNTE
ALICE
PULVERMANN
JG. 1907
DEPORTIERT 29.1.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

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Berthold und Charlotte Pulvermann
Bild: Privatbesitz Pulvermann

Der Kaufmann Berthold Pulvermann , 15.02.1867, lebte mit seiner Frau *Charlotte , *31.05. 1877, geb. Radlauer, von 1929 bis 1940 im Lärchenweg 33, zeitweise mit den Töchtern Alice und Minna (1). Alice Pulvermann, *30.07.1907, war Schneiderin und wohnte seit 1936 wieder bei ihren Eltern.

Nach dem Zwangsverkauf des Hauses 1940 lebte sie bei Bekannten in der Wielandstr.17 (Charlottenburg). Mit 35 Jahren wurde sie am 29.01.1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Berthold und Charlotte Pulvermann mussten nach dem Verlust ihres Hauses in die Landhausstr. 25a (Wilmersdorf) ziehen. Ihre letzte Berliner Adresse war das Sammellager Jüdisches Altersheim in der Gerlachstr. 18-21 (heute Mollstr. 7a, Berlin-Mitte). Nachdem ihr restliches Vermögen am 01.09.1942 eingezogen worden war, sollte die Deportation nach Theresienstadt erfolgen. Vier Tage später nahm sich Bertold Pulvermann das Leben. Er wurde auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee bestattet.

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Alice Pulvermann
Bild: Privatbesitz Pulvermann

Charlotte wurde am 14.09.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie war 65 Jahre, als sie am 02.12.1942 ermordet wurde.
Minna Lewy, geb. Pulvermann, Studienrätin für Kunst, emigrierte mit dem dreijährigen Sohn Thomas 1938 nach Palästina, nachdem ihr Mann Rudolf Lewy, Musiker und Mathe­matiker, 1937 dorthin ausgewandert war. So konnte er eine Einreisegenehmigung für seine Frau und seinen Sohn beantragen. Die Söhne der Pulvermanns Karl Ludwig und Gerhard flüchteten in die USA. Der Bruder von Berthold Pulvermann, der Justizrat a.D. Alex Pulver­mann wohnte mit seinem Sohn, dem Ministerialrat Max Pulvermann im Zikadenweg 56.
Alex Pulvermann starb 1940, sein Sohn konnte in die USA emigrieren.

Text: Stolperstein-Inititative Eichkamp