Stolperstein Kurfürstendamm 133

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Hausansicht Kurfürstendamm 133
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Dieser Stolperstein wurde am 29.3.2008 in Anwesenheit von Familienmitgliedern und Freunden der Familie verlegt.

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Stolperstein Hermann Isakowitz
Bild: Knoll

HIER WOHNTE
HERMANN ISAKOWITZ
JG. 1879
DEPORTIERT 19.1.1942
RIGA
ERMORDET

Hermann Isakowitz wurde am 15. April 1879 geboren. Der Geburtsort war nach Angaben eines von vier Kindern, Heinz Georg, Marienwerder (Westpreußen), nach Angaben des Bundesarchivs Königsberg (Ostpreußen). Er war mit Dorothea Wittenberg verheiratet, über deren Schicksal nichts bekannt ist, jedenfalls war sie offenbar vor Beginn der Deportationen 1941 gestorben. Hermannn Isakowitz war Inhaber eines Herrenausstattergeschäftes in Marienwerder. Das Geschäft wurde enteignet und arisiert. Er zog nach Berlin. Ein Mann dieses Namens war 1931 in der Hektorstraße 16 registriert, 1939 in der Kreuzstraße 10. Am 19. Januar 1942 wurde Hermann Isakowitz nach Riga deportiert und dort ermordet. Seine vier Kinder hatten in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre Deutschland verlassen und den Nazis entkommen können.

Verwandte von Hermann Isakowitz, die ebenfalls in Berlin lebten und aus Ostpreußen stammten, könnten Jakob Isakowitz (geboren 1880 in Tilsit) und Max Isakowitz (geboren 1882 in Königsberg) gewesen sein, beide wurden deportiert und ermordet.

1970 hat ein Sohn, Heinz Georg Isakowitz, der mittlerweile in Buenos Aires (Argentinien) lebte, für seinen Vater ein Gedenkblatt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hinterlassen.

Die Kinder Heinz Georg und Eva aus Buenos Aires, Hanna aus London und Erwin aus Solna (Schweden) haben in den 1960er Jahren Entschädigungsanträge gestellt

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf, Informationen aus dem Nachlass von Wolfgang Knoll. Quellen: Bundesarchiv; Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, Berlin 1995; Zentralarchiv Yad Vashem