Stolpersteine Jenaer Straße 17

Link zu: Hauseingang Jenaer Str. 17, 27.07.2011
Hauseingang Jenaer Str. 17, 27.07.2011
Bild: BA CW, Held

Diese Stolpersteine wurden am 09.12.2006 verlegt.

Link zu: Stolperstein für Arthur Meyer, 27.07.2011
Stolperstein für Arthur Meyer, 27.07.2011
Bild: BA CW, Held

HIER WOHNTE
ARTHUR MEYER
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
RIGA
ERMORDET 18.8.1942

Arthur Meyer ist am 5. August 1873 in Magdeburg geboren. Er war der Sohn von Philipp und Jeannette, geb. Simon. Er war Kaufmann und mit Ida, geb. Moses verheiratet. Im Berliner Adressbuch des Jahres 1939 war er in der Jenaer Straße 17 als Vertreter eingetragen.
Später wohnten sie in der Pariser Straße 11 bei Fleischer, vermutlich gezwungenermaßen als Untermieter. Am 15. August 1942 wurde Arthur Meyer mit seiner Frau Ida aus Berlin nach Riga deportiert. Er wurde nach der Ankunft des Zugs in Riga am 18. August 1942 ermordet.

In den 1950er Jahren wurden beim Entschädigungsamt in Berlin Wiedergutmachungsanträge für ein laufendes Konto und Wertpapiere bei der Commerzbank sowie für Gold, Silber, Schmuck und Pelze, ebenso für die Wohnungseinrichtung in der Jenaer Straße, gestellt. Auch dieses deutet darauf hin, dass es Nachkommen gab.

1994 unterschrieb Marianne Degginger, die sich als Bekannte der Eltern auswies und in St. Gallen (Schweiz) lebte, bei der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem Yad Vashem ein Gedenkblatt für Arthur Meyer.

Link zu: Stolperstein für Ida Meyer, 27.07.2011
Stolperstein für Ida Meyer, 27.07.2011
Bild: BA CW, Held

HIER WOHNTE
IDA MEYER
GEB. MOSES
JG. 1888
DEPORTIERT 1942
RIGA
ERMORDET 18.8.1942

Ida Meyer geb. Moses ist am 20. Juni 1888 in Berlin geboren. Sie war die Tochter von Julius und Marie, geb. Sternberg. Sie war Hausfrau und mit Arthur verheiratet, mit dem sie in der Jenaer Straße 17, zuletzt in der Pariser Straße 11, lebte. Sie wurde auch als „Mutter“ gekennzeichnet, sodass anzunehmen ist, dass die Meyers mindestens ein Kind oder mehrere Kinder hatten, deren Vornamen allerdings nicht bekannt sind. Zusammen mit ihrem Ehemann und etwa 1000 Menschen wurde Ida Meyer am 15. August 1942 vom Berliner Güterbahnhof Moabit nach Riga deportiert, wo fast alle Insassen erschossen worden sind. Ermordet wurde sie in Riga am 18. August 1942.

1994 unterschrieb Marianne Degginger, die sich als Bekannte der Eltern auswies und in St. Gallen (Schweiz) lebte, bei der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem Yad Vashem ein Gedenkblatt für Ida Meyer.

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf.
Quellen: Bundesarchiv, YadVashem.