Gedenktafel für Jüdische Bewohner des Hauses Bamberger Straße 9

Die Tafel an dem Haus Bamberger Straße 9 entstand auf Initiative der Bewohnerinnen und Bewohner und wurde am 31.8.1997 enthüllt.

Bildvergrößerung: Gedenktafel für Jüdische Bewohner
Bild: Bezirksamt, KHMM

Jeder Mensch hat einen Namen

Die folgenden früheren Bewohner dieses Hauses sind als jüdische
Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945 bekannt:

Helene Berger
geb. Brunck, geb. am 11.9.1874 in Berlin,
im 99. Alterstransport vom 10.1.1944 nach Theresienstadt
deportiert, dort verstorben im Oktober 1944.
Amalie Cohn
geb. Peiser, geb. am 11.7.1872 in Posen,
im 30. Alterstransport vom 27.7.1942 nach Theresienstadt;
Todesort: Minsk, verschollen.
Amalie Lippmann
geb. Haase, geb am 20.9.1868 in Kurnik,
Posen; im 30. Alterstransport vom 27.7.1942 nach Theresienstadt,
Todesort: Minsk, verschollen.
Georg Schmulowitz
geb. am 15.10.1877 in Berlin,
in Sonderaktion gegen Juden vom 27./28.5.1942 als Geisel
genommen, Todesort Sachsenhausen am 28.5.1942
Elisabeth Mendelssohn
geb. 1898 in Kaunas, seit 1927 in Berlin,
1935 Flucht nach Leningrad, gestorben 1990 in St. Petersburg
Lydia Passikowa
geb. Mendelssohn, geb. am 18.5.1922
in Leningrad, seit 1928 wohnhaft in der Bamberger Str. 9,
1935 Flucht nach Leningrad, heute St. Petersburg.

Berlin, im August 1997