Thema des Monats Juni 2012

Zukunft der Spielplätze

Die Bezirksverordnetenversammlung diskutiert

Link zu: Spielplatz Brixplatz
Spielplatz Brixplatz Bild: Bezirksamt

Die finanziellen Mittel für das Grünflächenamt und damit auch für die Unterhaltung der 125 Kinderspielplätze des Bezirks wurden seit Jahren gekürzt, so dass teilweise das Geld fehlt für die Reparatur defekter Spielgeräte oder für die Anschaffung neuer Spielgeräte. Um die Sicherheit für die Kinder zu gewährleisten müssen inzwischen auch Spielgeräte ersatzlos abgebaut und entfernt werden. In Einzelfällen konnten private Spenden helfen. Beispielsweise wurde im September 2011 die Holzspielkombination auf dem Spielplatz an der Knesebeckstraße 78/79 mit der Unterstützung durch einen Scheck der Meridian Stiftung in Höhe von 10.000 Euro repariert.

CDU-Fraktion

Die Situation im Bezirk spitzt sich weiter zu. Seit Jahren hat die Rot/Grüne Zählgemeinschaft den Rotstift im Bereich der Jugend angesetzt. Nach Schließung vieler Jugendfreizeiteinrichtungen in den letzten Jahren sind nun die Kinderspielplätze dran. Jetzt zeigt sich wieder einmal, dass Kinder im Bezirk bei der Rot/Grünen Zählgemeinschaft keine Priorität haben. Der Bezirk verfügt noch über 125 Kinderspielplätze, aber davon haben jetzt schon 94 die Note 4 und schlechter erhalten, so dass bereits Kinderspielplätze geschlossen werden mussten. Der Baustadtrat Schulte (SPD) sieht auch in den nächsten zwei Jahren keine Notwendigkeit, Geld für die Kinderspielplätze im Bezirk in die Hand zu nehmen. Seine einzigen Ideen sind, Kinderspielplätze im Bezirk zu reduzieren. Wir als CDU-Fraktion setzten uns auch weiter ein, dass Kinder in unseren Bezirk den nötigen Raum zum Spielen erhalten. Kinder sind unsere Zukunft und dafür steht die CDU!
Karsten Sell

SPD-Fraktion

Durch den Sparzwang können keine neuen Geräte für Spielplätze angeschafft und defekte oft nicht repariert werden. Die SPD-Fraktion ist gegen Sandwüsten mit eingezäunten, defekten Spielgeräten und gegen die Schließung von Spielplätzen. Denn gerade in der Innenstadt benötigen Kinder und Jugendliche Inseln zum Toben und Spielen. Auch wir wünschen uns eine breite Sanierung und Erneuerung aller Plätze, doch dafür fehlt dem Bezirk das Geld und auch vom Senat werden wir, trotz Bitten, keins bekommen. Also müssen kreative Lösungen für den Erhalt der Spielplätze her! Ein Spielgerätesponsoring kann für exponierte Standorte eine Möglichkeit bieten, doch bezogen auf alle Standorte sicher nicht das Allheilmittel sein. Die Spielplatzstruktur muss überprüft werden. Hochfrequentierte Plätze müssen finanziell besser gestellt werden als weniger frequentierte. Trotzdem muss gewährleistet sein, dass attraktive Spielplätze fußläufig erreichbar sind. Nur so können wir unseren Kindern ein breites Angebot an sicheren und gepflegten Spielflächen erhalten.
Heike Schmitt-Schmelz

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Wie erklären wir unseren Kindern, dass in diesem Sommer ihre geliebte Wasserpumpe demontiert wurde, weil sich das Land Berlin lange nicht mehr um die Erhaltung der Spielplätze in unserem Bezirk gekümmert hat? Gerade in der heutigen Zeit sollten Kinder in ihrem Kiez ihren Bewegungsdrang mit anderen Kindern ausleben. Spielplätze sind auch Begegnungsstätten für Erwachsene und fördern das Kiezleben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die bestehenden Spielplätze erhalten und saniert und neue Spielmöglichkeiten in unserem Bezirk für unsere Kinder geschaffen werden. Spielplätze sollten nicht etwa nur als Freihalteflächen für Bauvorhaben dienen. Wir werden weiterhin verstärkt darum kämpfen, dass das Land Berlin den Bezirken Mittel in angemessener Höhe für den Erhalt und den Ausbau zukommen lässt. Wir werden neue Wege der Finanzierung suchen und sind zuversichtlich, dass durch den Erhalt und den Ausbau der Spielplätze der ganze Bezirk profitieren wird.
Sascha Taschenberger

Piraten

Der Zustand der heutigen Spielplätze kann man als langweilig bis abrissfällig bezeichnen. Durch notdürftige Reparaturen und Drogenprobleme in der Gegend vereinsamen immer mehr davon. Die Kosten werden zukünftig immer mehr steigen und es wird auf Dauer keine attraktiven Spielplätze mehr geben. Kinder dürfen sich dann in den teuren Kletter-/Spielhallen austoben – umgeben von künstlichem Licht und künstlicher Naturlandschaft. Die Bindung zur Natur geht somit auch verloren. Wir von der Piratenpartei möchten uns für die Zukunft der Kinder einsetzen. Was wir brauchen, sind Spielplätze, bei denen sich Kinder wie auch die Erwachsenen wohlfühlen. Spielplätze, die Sicherheit geben, erlebnisreich sind und die Interesse des Kindes wecken.
Siegfried Schlosser