Komische Oper

Komische Oper

Mit intelligentem Musiktheater und wohldosierten, kleinen Skandalen, stets in deutscher Sprache gesungen, profiliert sich das kleinste der Berliner Opernhäuser.

Komische Oper Berlin

© Arwid Lagenpusch

Mit dem Ziel, die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen, gelten in Berlin umfangreiche Abstands- und Hygieneregeln. Veranstaltungen im Freizeit- und Unterhaltungsbereich dürfen ab 02. November bis zum Ablauf des 22. Dezember 2020 nicht stattfinden. Weitere Informationen »

Zur Fotostrecke »

Als erste Amtshandlung räumte Intendant Barrie Kosky gleich in seiner ersten Spielzeit 2012/13 mit einer Tradition auf, die für das Profil der Komischen Oper immer entscheidend war: Es wird in Berlins kleinstem Operntempel nicht mehr unbedingt alles auf Deutsch aufgeführt. Immerhin stammt die Festlegung aufs deutsche Idiom von einem Säulenheiligen dieses Hauses: von Walter Felsenstein, dem Begründer der realistischen Opernregie.

Oper inszeniert als Theater

Die Erbmasse des Regietheaters wird Kosky natürlich nicht abschaffen, ist der Australier doch selbst Regisseur. Vor Felsenstein waren Operninszenierungen vor allem kostümierte Konzerte: Die Sänger standen nett dekoriert auf der Bühne herum und sangen. An der Komischen Oper beendete Felsenstein ab 1947 diese unselige Tradition und inszenierte Oper konsequent als Theater. Der Sänger musste wie ein Schauspieler glaubhaft in der Rolle sein und in seinem Ton: Das Singen sollte aus der Emotion begründet sein. Felsensteins Meisterschüler Götz Friedrich, später Intendant der Deutschen Oper im Westteil der Stadt, Joachim Herz und Harry Kupfer führten dieses Konzept kongenial weiter.

„Opernhaus des Jahres“ 2007

Andreas Homoki, der das kleinste Haus in der Opernstiftung mit guter Hand für Stoffe und Regie hervorragend profilierte, 2007 wurde es zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt, hatte zu Beginn seiner Intendanz 2002 seinen heutigen Nachfolger aus Australien geholt. Barrie Koskys hatte mit Ligetis „Le grand macabre“ sein europäisches Operndebüt und auch seinen Durchbruch auf dem europäischen Kontinent. Zu den weiteren Regisseuren des Hauses gehören so unterschiedliche Künstler wie Peter Konwitschny, Hans Neuenfels, Willy Decker und der katalanische Skandalregisseur Calixto Bieito.
Parsifal in der Deutschen Oper Berlin
© dpa

Oper

Termine, Informationen und Vorverkauf von Eintrittskarten für fast alle Oper Veranstaltungen in Berlin. mehr

Vielfalt in der Komischen Oper unter Barrie Kosky

Die Pflege des vertrauten Opernkanons sollte man von Kosky nicht erwarten, er hält von der Barockoper bis hin zum Musical potenziell alles spielplantauglich für das Haus, sogar eine Rückkehr zur jüdischen Unterhaltungstradition, die bis zum Machtantritt der Nazis im Haus an der Behrenstraße gepflegt wurde. Musical gehörte freilich schon immer auch zum Profil der Komischen Oper: Götz Friedrich inszenierte hier 1970 eine legendäre Produktion von „Porgy und Bess“ – mit Manfred Krug in der Hauptrolle des Sporting Life. Auch die Volksschauspielerin Brigitte Mira machte hier erstmals von sich reden. Heute aber heißen hier die Stars Stella Doufexis, Jens Larsen und Jochen Kowalski. Oder ausnahmsweise auch mal Thomas Gottschalk. Der ergänzte wegen einer verlorenen Wette einmal den Chor bei einer Vorstellung von Mozarts „Zauberflöte“.

Quelle: Kulturverführer Berlin, 10. Auflage

Aktuelle Veranstaltungen an der Komischen Oper

Führung – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Führungen hinter die Kulissen des Opernhauses

Besuchen Sie die Backstage- und Front of House-Bereiche von Berlins kleinstem Opernhaus, während es sich darauf vorbereitet, seine Türen für die Abendvorstellung zu öffnen. mehr

Online bestellen
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Erleben Sie eines der radikalsten und berühmtesten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhundertsneunzig Jahre nach seiner brisanten Uraufführung in einer Neuinszenierung von Barrie Kosky. mehr

Online bestellen
Workshop für Familien – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Workshop für Familien

Zu vier ausgewählten Vorstellungen bieten wir spielfreudigen Familien zur Vorbereitung auf den Opernbesuch einen Workshop an. Teilnehmen können Familien mit ihren Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren.... mehr

Online bestellen
Come again – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Come again

Kammermusik aus Renaissance, Barock und Moderne mit Werken von Michael Praetorius, John Dowland, Benjamin Britten u. a. mehr

Vorhang auf! – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Vorhang auf!

Die jungen Musiker*innen der Orchesterakademie stellen sich vor. mehr

Komische Oper Berlin

Adresse
Behrenstraße 55
10117 Berlin
Telefon
030 47 99 74 00
Internetadresse
www.komische-oper-berlin.de/

Nahverkehr

S-Bahn
Bus
Tickets
© BerlinOnline/argus/flashpics/fotolia.com

Tickets & Termine: Theater

Sichern Sie sich Ihre Tickets für unterhaltsame Theater-Vorstellungen auf den Berliner Bühnen. mehr

Aktualisierung: 21. Juni 2019