Karius vermisst Fairness: «Hat nie einen Zweikampf gegeben»

Karius vermisst Fairness: «Hat nie einen Zweikampf gegeben»

Torwart Loris Karius hat den Umgang des Fußball-Bundesligisten Union Berlin mit ihm als nicht fair bezeichnet. «Natürlich wurde mir beim Wechsel gesagt, dass ich spiele, sonst wäre ich ja auch nicht gekommen», sagte der 28-Jährige am Freitag der «Bild», «aber wenn man alles betrachtet, war der Umgang sicherlich nicht unbedingt fair. Allein schon aufgrund dessen, was mir vorab aufgezeigt worden war.» Karius war vom FC Liverpool in der letzten Saison ausgeliehen, konnte sich aber gegen Andreas Luthe nicht durchsetzen und bestritt für Union nur vier Ligaspiele.

Unions Torwart Loris Karius geht über das Spielfeld

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Unions Torwart Loris Karius geht über das Spielfeld.

Der ehemalige Mainzer Schlussmann kritisierte, dass es einen Zweikampf nie gegeben habe: «Mir wurde immer gesagt: 'Das Training ist überragend, aber warte noch ein Spiel'. Und dann: 'Wir haben einen Lauf, warte bis zur Länderspielpause.'» Zudem habe der Trainer ihm zu verstehen gegeben, dass er nach der Verletzungspause von Luthe wieder auf die Bank müsse, egal, wie gut er halte: «Da stand der Leistungsgedanke definitiv hinten an.» Trotz der Ersatzrolle sei es ihm wichtig gewesen, den jungen Spielern Professionalität vorzuleben.
Vom Leistungsstand her fühlt er sich nach eigener Aussage bei hundert Prozent. «Ich glaube, körperlich bin ich so fit wie nie. Und egal, wie lange ich diese Saison raus war: Ich habe immer auf den Punkt geliefert», sagte Karius. Von vier Spielen habe ich drei zu null gespielt, ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und gute Leistungen gebracht.»
Karius geht davon aus, am 12. Juli wieder beim Team von Liverpools Trainer Jürgen Klopp anzutreten. Ob er nach seinen Leihen zu Besiktas Istanbul und Union in England bleibe, wisse er allerdings nicht und zeigt sich offen für neue Angebote: «Mir ist wichtig, dass es passt. Der Verein muss Bock drauf haben, ich muss Bock drauf haben und der Trainer muss Bock drauf haben. Das letzte Jahr hat mich noch mal gelehrt, dass man sich mit den Verantwortlichen intensiv austauschen muss und dass man wirklich auf sein Gespür achten muss.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. Juni 2021 17:16 Uhr

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