Union-Profis verzichten auf Gehalt: «Anders geht es nicht»

Union-Profis verzichten auf Gehalt: «Anders geht es nicht»

In Zeiten der Coronavirus-Krise nehmen die Profis von Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin finanzielle Einbußen in Kauf. Die Mannschaft des Aufsteigers verzichtet wie das Trainerteam und Mitarbeiter im Zuge der Coronavirus-Krise auf Gehalt. Das teilten die Köpenicker am Mittwoch mit. «Diese Bereitschaft kann man allen Beteiligten gar nicht hoch genug anrechnen», sagte Präsident Dirk Zingler. «Wir werden die Herausforderungen der nächsten Monate als Verein meistern und am besten gelingt das, wenn wir uns in der Unionfamilie solidarisch verhalten.»

Christopher Trimmel

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Unions Kapitän Christopher Trimmel.

Das Team der Lizenzspielerabteilung erklärte sich dabei zu einem Gehaltsverzicht bereit. Führungskräfte und Mitarbeiter stimmten Kurzarbeitsregelungen zu, was ebenfalls verminderte Einnahmen bedeutet. Bei Kurzarbeit übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Bundesweit gibt es bereits einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise.
«Der Mannschaftsrat hatte vom ersten Tag an eine sehr gute Kommunikation mit dem Verein. Jeder ist bereit, dem Verein zu helfen. Anders geht es nicht», sagte Kapitän Christopher Trimmel im Rahmen einer Skype-Videokonferenz mit Medienvertretern.
Der Verteidiger, der sich derzeit individuell in Berlin mit Joggen und Krafttraining fit hält, will wie seine Mitspieler den Angestellten im Club helfen. Betriebsbedingte Kündigungen möchte der Verein vermeiden. «Ich kann nur so viel sagen und damit die Leute beruhigen, dass auch wir als Mannschaft die Solidarität hoch halten werden», sagte Trimmel. Das Teamtraining ist derzeit bis zum 31. März ausgesetzt, die Spieler halten sich mit individuellen Trainingsplänen fit. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das Präsidium der DFL am Dienstag eine Spielpause bis mindestens zum 30. April empfohlen.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Union-Torwart Rafal Gikiewicz via Twitter angekündigt, zu Gunsten des Vereins auf Teile seiner Einnahmen verzichten zu wollen. Die Profis von Ligakonkurrent Borussia Mönchengladbach hatten zuletzt den Anfang gemacht und wie Trainer sowie führende Angestellte des Clubs diesen Schritt avisiert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. März 2020 17:43 Uhr

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