Haas will Körper nicht mehr «durch die Hölle» schicken

Haas will Körper nicht mehr «durch die Hölle» schicken

Hinsetzen mochte sich Tommy Haas vorsichtshalber nicht mehr, um ja keinen Krampf oder andere Beschwerden zu riskieren.

Tommy Haas

© dpa

Tommy Haas spielt den Ball.

So viel Spaß dem 42-Jährigen sein Match beim ersten der beiden Berliner Show-Turniere im Steffi-Graf-Stadion gemacht hatte, so wenig fehlt dem einstigen Weltranglisten-Zweite die körperliche Belastung der Tennis-Tour. «Ich kann mittlerweile ganz gut ohne das leben», sagte Haas nach seinem erstaunlichen Auftritt gegen Talent Jannik Sinner.

Hass verliert nur knapp gegen 18-jährigen Sinner

Es fehlte nicht viel, und Haas wäre als einziger der vier deutschen Teilnehmer am heutigen Dienstag im Halbfinale dabei gewesen. Doch wie fit der Wahl-Amerikaner für ein Match gegen den Weltranglisten-Dritten Dominic Thiem gewesen wäre, ist offen. Haas sprach nach der knappen Niederlage gegen den 18-jährigen Südtiroler am Montagabend lieber im Stehen. Beim Liegen auf einer Massagebank würde er womöglich einen Krampf im Oberschenkel oder im Bauch riskieren, erklärte er.
Der unter anderem mehrfach an der Schulter operierte gebürtige Hamburger weiß, dass er sich nicht mehr über Gebühr belasten darf. Er würde den Körper «durch die Hölle» schicken, wenn er jede Woche Angebote wie jenes aus Berlin annehmen würde, gestand der in Los Angeles lebende Haas. Ein bisschen Senioren-Tennis - das reicht.

Nervosität?: «Gott sei Dank, ist es noch da»

Nervös vor dem Match und emotional auf dem Platz ist er aber wie eh und je. «Gott sei Dank, ist es noch da», sagte Haas zum Kribbeln davor. Ohne dieses Gefühl könne es nicht gut werden. Und so bot er den paar Hundert Zuschauern noch einmal eine schöne Show.

Sinner trifft nun auf Dominic Thiem

Sein junger Bezwinger Sinner spielt heute nun gegen Thiem, den zweiten Tag eröffnen der Italiener Matteo Berrettini und der Spanier Roberto Bautista Agut. Bei den Damen gibt es die Halbfinals zwischen der Ukrainerin Jelina Switolina und der Lettin Anastasija Sevastova sowie der Tschechin Petra Kvitova und der Niederländerin Kiki Bertens.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Juli 2020 08:43 Uhr

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