Sportsenator offen für Berliner Olympiabewerbung

Sportsenator offen für Berliner Olympiabewerbung

Wagt Berlin einen neuen Vorstoß für eine Kandidatur um Olympische Spiele? Dies sei denkbar, aber nur im Rahmen einer nationalen Bewerbung, betont Sportsenator Geisel. Auch der Landessportbund kann sich dies vorstellen.

Andreas Geisel

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Innensenator Andreas Geisel (SPD) spricht bei einem Pressegespräch. Foto: Paul Zinken

Der Berliner Innen- und Sportsenator Andreas Geisel und der Landessportbund können sich eine neue Olympiabewerbung der Hauptstadt vorstellen. Ein solcher Schritt sei aber nur im Rahmen einer nationalen Bewerbung gemeinsam mit anderen deutschen Städten denkbar, sagte SPD-Politiker Geisel nach Angaben eines Sprechers am 28. Februar 2019 bei einer IHK-Veranstaltung.
Als möglichen Zeitpunkt für Olympische Spiele in Deutschland nannte Geisel das Jahr 2036. 100 Jahre nach Olympia in Berlin während der Nazidiktatur könne Deutschland so zeigen, wie es sich zu einem weltoffenen, demokratischen Land entwickelt habe, ergänzte Geisels Sprecher.
Auch der Landessportbund äußerte sich positiv über eine mögliche Bewerbung. Dies sei eine «große Chance für den Sport in Deutschland und Berlin», teilte LSB-Präsident Thomas Härtel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei müssten auch die Bürger beteiligt werden. «Wir sind davon überzeugt, dass es die Hauptstadt sein sollte, um international ein klares Zeichen zu setzen.»
Berlin war in den 90er Jahren mit einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2000 gescheitert. Bei einem neuem Anlauf für Olympia 2024 unterlag Berlin in der nationalen Ausscheidung Hamburg, ehe die Bürger der Hansestadt dem Plan 2015 eine Absage erteilten. Für eine Bewerbung um die Sommerspiele 2032 müsste bereits in zwei Jahren ein Konzept vorliegen, dies bezeichnete LSB-Chef Härtel als «sehr knapp». «Deshalb wäre 2036 interessant.»
Aus Sicht von Sportsenator Geisel könnten Olympische Spiele auch in Berlin dazu beitragen, die Sportinfrastruktur zu verbessern. Solche Großereignisse seien hier immer ein «Motor» gewesen. Auch bezüglich einer Bewerbung mit anderen Städten, äußerte sich der LSB positiv. Bei Segelwettbewerben bestehe bereits eine Partnerschaft mit Wasserrevieren, sagte Härtel. «Auch für Ballsportarten sind Kooperationen immer hilfreich. Aber auch in anderen Disziplinen sind Möglichkeiten der Zusammenarbeit denkbar - besonders mit unseren Nachbarn in Brandenburg.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Februar 2019 16:47 Uhr

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