Ex-Herthaner Ronny wartet auf Zusage vom FC Wil

Ex-Herthaner Ronny wartet auf Zusage vom FC Wil

Der ehemalige Hertha-Profi Ronny muss sich mit einem neuen Vertrag beim Schweizer Zweitligisten FC Will gedulden.

Ex-Hertha-Profi Ronny

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Ex-Hertha-Profi Ronny (Archiv)

Nach einem Medizincheck warten die Verantwortlichen auf die detaillierten Auswertungen und Beurteilungen. «Es gibt eine Tendenz, wenn die Grundlagen bei Ronny stimmen», sagte Wil-Pressesprecher Dani Wyler der Deutschen Presse-Agentur. Neben den medizinischen Voraussetzungen müssten auch die finanziellen Bedingungen stimmen.
Ronny, der seit 2017 vertragslos gewesen war, hatte sich kurz zuvor mit dem Siebtligisten Berlin United auf eine vierwöchige Trainingszeit geeinigt. Bei dem Engagement mit der Mannschaft von Ex-Weltmeister Thomas Häßler war vereinbart worden, dass Ronny Berlin verlassen könne, falls ein höherklassiger Verein Interesse zeige. Zwei Tage später folgte Ronny, der von sich sagt, immer noch den härtesten Schuss der Welt» zu haben, dem Team von Kaiserslauterns Ex-Trainer Konrad Fünfstück ins Trainingslager nach Malaga.
Wyler bezeichnet Ronny - wenn er denn auch das Aufbautraining positiv gestaltet - als «vorausschauende Planung» auf den weiteren Saisonverlauf: «Es kann sein, dass uns noch Stammspieler verlassen werden und dann benötigen wir erfahrene Spieler.» Wil liegt vor dem Auftakt der Rückrunde am 1. Februar mit 29 Punkten auf dem vierten Rang, zwei Punkte hinter dem zweiten Platz, der zu den Relegationsspielen mit dem Vorletzten der Super League berechtigt.
Allerdings sind dem Verein vor allem finanziell die Hände gebunden. «Wir kommen von ganz unten und waren vor zwei Jahren noch im Sumpf», sagt Wieler. Aussteigende Investoren hätten damals 20 Millionen Franken Schulden hinterlassen. «Wir müssen jeden Franken umdrehen.»
Die junge Mannschaft hat beim Neuaufbau mehr als überrascht und mit dem Erfolg dem FC Wil neue Probleme gebracht. «Wir lassen den Spielern den Traum und wir werden auch eine Lizenz für die Super League beantragen», sagt Wyler, «aber realistisch gesehen ist ein Aufstieg finanziell nicht machbar.» Deshalb dürfe auch Ronny, dessen Halbbruder Raffael weiterhin für den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach spielt, den Etat nicht belasten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. Januar 2019 15:37 Uhr

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