Hertha BSC will Negativtrend stoppen

Hertha BSC will Negativtrend stoppen

Hertha BSC will seine Negativserie beenden und nach insgesamt vier Niederlagen den ersten Saison-Heimsieg im Olympiastadion feiern. Gegner VfL Wolfsburg weckt besonders bei Trainer Bruno Labbadia noch besondere Emotionen. Der Coach der Berliner könnte am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen seinen Ex-Club in der Fußball-Bundesliga eine besondere Marke erreichen. Zuschauer sind wegen der Corona-Beschränkungen nicht zugelassen.

Bruno Labbadia

© dpa

Trainer Bruno Labbadia spricht.

AUSGANGSLAGE: Noch hat Hertha BSC kein Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Gegen Frankfurt (1:3) und Stuttgart (0:2) gab es zwei Pleiten. Inklusive der guten, aber nutzlosen Auftritte in München (3:4) und Leipzig (1:2) stehen vier Niederlagen zu Buche. Im Vorjahr musste Trainer Ante Covic nach einer solchen Herbst-Serie gehen. Bruno Labbadia steht als aktueller Coach nicht infrage, hofft aber auf drei Punkte: «Die Mannschaft braucht das, es würde uns allen gut tun», sagte der Coach. Kontrahent Wolfsburg hat auch erst ein Saisonspiel gewonnen, ist aber bei vier Unentschieden noch ungeschlagen.
PERSONAL: Spielt er oder spielt er nicht? Mattéo Guendouzi brennt nach seiner Last-Minute-Leihe vom FC Arsenal und der überstandenen Corona-Infektion auf sein Debüt im Hertha-Trikot. Labbadia wollte sich bis zuletzt nicht festlegen, ob der 21 Jahre alte Franzose schon bereit ist, seine Rolle im zuletzt so fragilen Mannschaftsgefüge der Hertha zu finden. Nach Verletzungen nicht einsatzbereit sind weiter Jordan Torunarigha und Santiago Ascacibar. Deyovaisio Zeefuik sitzt seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Leipzig-Spiel ab.
VERGANGENHEIT: 16 Monate war Labbadia Trainer in Wolfsburg. Er führte die Niedersachsen durch die Relegation und dann in den Europacup. Trotzdem folgte die Trennung. Die Chemie mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke stimmte nicht. Dennoch war die Zeit in der VW-Stadt prägend. Labbadia zeigte mit dem Aufschwung aus dem Tabellenkeller Richtung internationale Plätze genau das, was nun auch in Berlin von ihm erwartet wird.
GLORREICHE SIEBEN: Mit einem Erfolg würde Bruno Labbadia seinen 100. Sieg als Bundesliga-Trainer feiern und in einen illustren Kreis einziehen. 100 oder mehr Siege als Trainer und als Spieler schafften vor ihm nur Jürgen Röber, Winfried Schäfer, Friedhelm Funkel, Thomas Schaaf, Felix Magath und Jupp Heynckes.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. November 2020 10:02 Uhr

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