Dadai hofft auf «Dosenöffnertor» gegen Stuttgart

Dadai hofft auf «Dosenöffnertor» gegen Stuttgart

Im Training hat Hertha-Coach Dardai eine neue Treffsicherheit bei seinen Spielern ausgemacht, der nächste Kontrahent Stuttgart wird das nicht gern hören.

Pal Dardai

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Herthas Trainer Pal Dardai sieht der kommenden Partie gegen den VFB Stuttgart optimistisch entgegen.

Im Training sollen die Hertha-Profis in dieser Woche für Löcher in den Tornetzen gesorgt haben, berichtet jedenfalls Pal Dardai mit einem Lächeln. «Sie haben das Netz kaputtgeschossen und aus allen Lagen getroffen». Doch die Tor-Wahrheit liegt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Abstiegskandidaten VfB Stuttgart auf dem Wettkampfplatz. Nach nun schon 319 Minuten ohne eigenen Treffer will und muss der Berliner Fußball-Bundesligist endlich wieder einmal treffen, um seinen Trainer Pal Dardai noch einen versöhnlichen Saisonabschluss mit in dessen Auszeit-Jahr zu geben.
«Mentalität und Einsatz entscheiden», sagte Dardai zum angestrebten «Dosenöffnertor» am drittletzten Saison-Spieltag gegen den wankenden VfB, dem der nächste Sturz in die Zweitklassigkeit nach 2016 droht. «Dann kommt der Rest von selbst», ergänzte der Ungar, der sich ab Sommer auch am heimischen Balaton von den Abnutzungen von viereinhalb Jahren Chefcoach erholen will.
Das jüngste 0:0 bei Europa-League-Halbfinalist Eintracht Frankfurt werteten Trainer und Spieler als positives Signal. «Wir müssen jetzt gegen Stuttgart die nächste gute Reaktion zeigen. Wir wollen auf jeden Fall die drei Punkte hier in Berlin behalten, dann sieht es insgesamt schon viel besser aus», sagte Marvin Plattenhardt, der Defensivmann für die linke Seite. In der Rückrunde hat Hertha gerade einmal 13 Punkte eingesammelt, der VfB noch drei weniger.
Dass es für die eine Mannschaft (Hertha) sportlich im Tabellen-Niemandsland um nichts Bewegendes mehr geht, für die andere aber schon (Stuttgart), könnte man von zwei Seiten aus betrachten, meinte Dardai. «Es ist sehr schwierig, die Motivation hochzuhalten, wenn man nicht gewinnt», räumte Dardai einerseits ein. Seit schon sieben Spielen wartet der Hauptstadtclub auf einen Punkte-Dreier. Aber «wenn die Befreiung kommt, kann Hertha auch eine gefährlich Mannschaft sein» für das andere Team, ergänzte Dardai die andere Sicht. Der Befreiungsschlag wäre endlich mal ein Tor.
«Wir trainieren vielleicht 15, 20 Prozent defensiv. Alles andere geht nach vorn: Flanken, Laufwege, Abschlüsse», erklärte Dardai und erzählte: «Stimmung, Aggressivität, Laufbereitschaft - alles optimal.» Damit der Knoten nun platzt, solle vielleicht Hertha Ex-Torjäger Michael Preetz einmal bei der Teamsitzung die aktuellen Spieler einstimmen, schlug der zum Saisonende scheidende Chefcoach vor: «Der Manager war Stürmer.»
Marko Grujic war am 6. April beim 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf Hertha letzter Torschütze. Der Leihspieler aus Liverpool kann nach Gelb-Sperre und Knöchelblessur gegen Stuttgart wieder mitwirken. Lukas Klünter ist nach Gelb-Rot in Frankfurt gesperrt. Für die verletzten Palko Dardai, Vladimir Darida, Arne Maier und Niklas Stark ist die Saison bereits beendet. Jordan Torunarigha könnte dagegen in die Startelf rücken.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 14:23 Uhr

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