Dardai: Handballer als Hertha-Vorbild

Dardai: Handballer als Hertha-Vorbild

Die Traumkombination zum 1:1 von Hertha BSC gegen Schalke sorgt bei Coach Pal Dardai für «Gänsehaut». Auch der Einsatz seines Teams bereitet dem Ungarn Freude - dafür gab es ein besonderes Vorbild.

Trainer Pal Dardai von Berlin schaut zufrieden

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Trainer Pal Dardai von Berlin schaut zufrieden. Foto: Jan Kuppert

Berlin (dpa) - Dank Handball zu mehr Aggressivität: Auch mit der aktuell laufenden Weltmeisterschaft als Beispiel hat Pal Dardai sein Team von Hertha BSC auf das Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04 vorbereitet. «Es gibt im Handball immer Phasen, in denen es nicht läuft», sagte der Coach am Samstag nach dem 2:2 im Bundesliga-Duell mit dem Revierclub. «Wie sich Handball-Mannschaften durch guten Einsatz und Zweikampfführung gegenseitig anpeitschen, das kann der Fußball mitnehmen.»
Die Ansage machte sich aus Sicht des 42-Jährigen bezahlt. Er habe während des kampfbetonten Spiels gespürt, «dass wir wirklich etwas engagierter als sonst gegen den Ball waren», sagte Dardai. «Handball ist Handball, Kampfsport pur gegen den Ball, mit dem Ball Kunst - und Fußball geht auch in die Richtung.» Der Ex-Profi stammt aus dem handballbegeisterten Ungarn, seine Ehefrau Monika war früher Nationalspielerin ihres Landes. Bei der derzeitigen Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark belegte Ungarn den zehnten Platz.
Noch mehr als vom Einsatz seines Teams ließ sich der Hertha-Coach aber durch das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 begeistern. Einen schnell ausgespielten Konter schloss Leihprofi Marko Grujic nach feiner Hackenvorlage von Ondrej Duda ab. «Davon kriegt man Gänsehaut», schwärmte Dardai noch am Tag danach über das Tor «der letzten zehn Jahre» von den Berlinern. «Der Pass ist die Sahne darauf, das kann nur Duda.»
Insgesamt zeigten sich die meisten Berliner mit dem einen Punkt zufrieden, vor allem Stürmer Davie Selke war aber frustriert: «Das sind zwei verlorene Punkte.» Auch weil bei konsequenterer Chancenverwertung noch mehr möglich gewesen wäre. So vergab Hertha aber die Gelegenheit zum dritten Rückrundenstart nach 1970 und 2000 mit zwei Siegen nacheinander.
Beim Bundesliga-Duell mit dem VfL Wolfsburg und im Pokal-Achtelfinale gegen den FC Bayern München stehen nun zwei weitere Heimspiele auf dem Programm. Mit einem Sieg am kommenden Samstag würde Hertha die Niedersachsen im Rennen um die Europapokalplätze vorerst hinter sich lassen. «Jetzt wollen wir gegen Wolfsburg gewinnen und möglichst früh in der Saison den Sack zu machen, dass wir mit unten nichts mehr zu tun haben», sagte Valentino Lazaro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 26. Januar 2019 12:30 Uhr

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