Schöneberg

Schöneberg

Schöneberg steht für Vielfalt. Der Ortsteil ist ja nach Kiez belebt oder ruhig, spießig oder alternativ, günstig oder teuer.

  • Schöneberg - Akazienkiez© Franziska Delenk
    Eckhaus Grunewaldstraße / Akazienstraße
  • Schöneberg Nord© Franziska Delenk
    Der Wittenbergplatz
  • KaDeWe© dpa
    Passanten vor dem Kaufhaus des Westens KaDeWe.
  • Schöneberg - Rund um den Winterfeldtplatz© Franziska Delenk
    Habsburger Straße
  • Schöneberg - Akazienkiez© Franziska Delenk
    Eckhaus im Akazienkiez
  • Gasometer in Berlin-Schöneberg© dpa
    Der Gasometer überragt die Häuser in der Hauptstrasse des Berliner Bezirkes Schöneberg.
  • Schöneberg Ost© Franziska Delenk
    Pallasgebäude - der sogenannte "Sozialpallast"
  • Schöneberg Ost - Rote Insel© Franziska Delenk
    Königin-Luise-Gedächtniskirche am Gustav-Müller-Platz
  • Schöneberg - Rund um den Viktoria-Luise-Platz© Franziska Delenk
    Blick auf den Viktoria-Luise-Platz
  • Schöneberg - Rund um den Viktoria-Luise-Platz© Franziska Delenk
    Typische Altbauten am Viktoria-Luise-Platz
  • Schöneberg - Bayrisches Viertel© Franziska Delenk
    Der U-Bahnhof Rathaus Schöneberg im Rudolf-Wilde-Park
  • Rathaus Schöneberg© dpa
    Blick ins Rathaus Schöneberg. John F. Kennedy, Königin Elisabeth II. oder der Schah von Persien - ihnen allen bot das Rathaus Schöneberg in seiner 100-jährigen Geschichte eine imposante Kulisse.
Schöneberg gehört zu den besonders vielfältigen Stadtteilen. Im Norden tobt rund um den Wittenbergplatz das Leben, im Süden hat vor allem die Natur das Sagen. Dazwischen liegen einige der beliebtesten Wohnquartiere der Stadt.

Wittenbergplatz, Tauentzien und KaDeWe

Der Norden Schönebergs ist turbulent und großstädtisch geprägt. Die Gegend um das KaDeWe und den von der Tauentzienstraße durchzogene Wittenbergplatz ist allerdings eher zum Shoppen denn zum Wohnen geeignet. In der Gegend gibt es durchaus auch Wohnungen. Die Exklusivität des Viertels spiegelt sich hier allerdings in den Miet- und Kaufpreisen wieder.

Viktoria-Luise-Platz und Bayerisches Viertel

Elegante Häuser, vielfältige Möglichkeiten zur Abendgestaltung und gepflegte Parks zeichnen den Schöneberger Westen aus. Die Gegend um den Viktoria-Luise-Platz bietet hohe Lebensqualität mit gut renovierten Altbauten, die allerdings entsprechend teuer sind. Gepflegte Restaurants und Cafés beleben abends die ruhige Gegend. Der Platz selbst ist ein Gartendenkmal mit einem Springbrunnen in der Mitte, Grünflächen und einer Kolonnade. Die Häuser um den Platz haben zum Teil imposante Jugendstil-Fassaden.

Das Bayerische Viertel südlich davon erstreckt sich zwischen Hohenstaufenstraße und Badenscher Straße rund um den Bayerischen Platz. Die ursprünglich eleganten Fassaden im süddeutschen Renaissancestil wurden im Zweiten Weltkrieg stark zerstört - wiederaufgebaut wurde größtenteils im typischen Baustil der 1950er Jahre. Einige Gebäude erhielten ihren historischen Fassadenschmuck erst in den letzten Jahren zurück.

Rathaus Schöneberg und Ceciliengärten

Vom Bayerischen Platz führt die Innsbrucker Straße bis an den Rudolph-Wilde-Park. Am nordöstlichen Ende steht das imposante Rathaus Schöneberg, das sogar noch einen funktionierenden Paternoster betreibt. Die Statue "Der goldene Hirsch" im Park ist ein beliebtes Hintergrundmotiv für die frisch im Rathaus getrauten Paare. Westlich der U-Bahnlinie, die den Park optisch teilt, befindet sich der Ententeich. Das grüne Band zieht sich als Volkspark Wilmersdorf bis zur Stadtautobahn A100.

Im Süden befindet sich eine Wohnsiedlung aus den 1920er Jahren, die Ceciliengärten südlich des Innsbrucker Platzes. Sie wurden in die Denkmalliste aufgenommen und in den 1980er Jahren komplett restauriert. Einige Häuser mit teilweise verspielten Fassaden im Art-Déco-Stil haben üppige Innenhofgärten.

Nollendorfplatz, Winterfeldtplatz und Akazienkiez

Im Osten schließen sich Nollendorfkiez, Winterfeldtkiez und Akazienkiez an. Vor allem im Gebiet um Nollendorfplatz, Motzstraße und Fuggerstraße fühlt sich die LGBTQ-Szene Berlins wohl - und das schon lange. Bereits in den 1920ern galt die Gegend als Gay Village. Hier gibt es viele Bars, Cafés und Läden für ein homosexuelles Publikum. Einmal jährlich findet hier das Lesbisch-schwule Stadtfest statt.

Am Winterfeldtplatz findet der größte Wochenmarkt Berlins statt. Zudem haben hier zahlreiche Bars, Restaurants und Cafés ihre Heimat. Die Gegend hat eine vielfältige Bar- und Gastroszene. Die Angebote erstrecken sich weiter über die Goltzstrasse und Akazienstraße sowie in den Nebenstraßen bis hin zur Hauptstraße. Kleine Läden für Bekleidung, Blumen, Geschenke und Einrichtung finden sich im Akaziehkiez ebenso.

Potsdamer Straße und Kielgan-Viertel

Das Gebiet weiter östlich - rund um die Kurfürstenstraße, Potsdamer Straße und Bülowstraße - hat nach wie vor ein Imageproblem. Ein Teilstück der Potsdamer ist bereits seit den 1960er Jahren ein stadtweit bekannter Straßenstrich. Neben Billigläden und Imbissen haben sich Richtung Osten aber inzwischen auch Galerien und Cafés angesiedelt. Zwischen grauen Neubauten stehen einige gepflegte Altbauten mit Stuck und hohen Decken. Das Kielgan-Viertel in westlicher Richtung war ein ursprünglich mit Stadtvillen bebautes Gebiet mit kleinen Stichstraßen, das sich bis an den Winterfeldtplatz heranzieht. Nun noch wenige der originalen Bauten ist erhalten, darunter die Kroatische Botschaft in der Ahornstraße.

Rote Insel, Südgelände und Insulaner

Die sogenannte "Rote Insel" liegt eingeschlossen von Bahnstrecken im Schöneberger Osten. Der Name kommt von der linken Orientierung seiner einstigen Arbeiterbevölkerung. Hier finden sich überwiegend erhaltene Altbauten aus der Zeit zwischen 1880 und 1918, die inzwischen bei gutverdienenden Familien gefragt sind. Zudem steht hier der Schöneberger Gasometer, der heute Event-Location ist und das Wahrzeichen des Euref-Campus bildet.

Südlich der Roten Insel, jenseits von Sachsendamm und Autobahn, wird es grün. Entlang der Bahnlinie erstrecken sich mehrere Kleingartenkolonien, der Naturpark Schöneberger Südgelände und der Insulaner mit Planetarium und Sternwarte, Spazierwegen, Schwimmbad und Spielplatz. Etwas weiter östlich lädt auch der Friedhof Eythstraße zum Spazieren ein. Hier sind - genau wie auf dem benachbarten Alboinplatz - Reste der letzten Eiszeit zu sehen. Beide beherbergen Teiche, die eigentlich Toteislächer sind.

Der Lindenhof, der ebenfalls im äußersten Südosten Schönebergs liegt, ist ein genossenschaftlicher Wohnungsbau aus den 1920er Jahren. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz. Über den Lindenhofsee, der ebenfalls ein eiszeitlicher Puhl ist, führt eine Brücke, am Ufer stehen Weiden.

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Aktualisierung: 23. Januar 2020

Schöneberg im Portrait