Unverzügliche Anmeldung zur Notenverbesserung gem. § 14 Abs. 1 Satz 3 JAO 2003

Kann der Prüfling die Meldefrist wegen des Zeitpunkts seiner mündlichen Prüfung im Freiversuch nicht einhalten, so kann der Antrag noch unverzüglich nach Ablegung der mündlichen Prüfung gestellt werden.

Für diesen Antrag ist ein neuer Zulassungsantrag und ein handschriftlicher Lebenslauf mit Lichtbild, zwischen dem 3. Werktag und dem 8. Wochentag nach bestandener mündlicher Prüfung, erneut einzureichen.

Notenverbesserung

Die Notenverbesserung nach bestandenem Freiversuch ist in § 14 JAO 2003 geregelt.

Es kann an der auf den Freiversuch unmittelbar folgenden Prüfungskampagne teilgenommen werden. Hierzu müssen Sie sich unverzüglich nach Abschluss des Freiversuchs anmelden, d.h. zwischen dem 3. Werktag und dem 8. Wochentag nach der mündlichen Prüfung.

Beispiel: Der Freiversuch aus der Frühjahrskampagne wird mit der mündlichen Prüfung am 6.8. (Montag) abgeschlossen. Der Kandidat kann sich vom 9. bis zum 14.8. (einschließlich) zur Notenverbesserung in der Herbstkampagne anmelden.

Die Notenverbesserung muss spätestens ein Jahr nach dem Freiversuch vorgenommen werden.

Beispiel: Freiversuch in der Frühjahrskampagne => Notenverbesserung spätestens in der Frühjahrskampagne des Folgejahres
Freiversuch in der Herbstkampagne => Notenverbesserung spätestens in der Herbstkampagne des Folgejahres

Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Prüfung der Notenverbesserung ist der Nachweis der bestandenen Schwerpunktbereichsprüfung. Dieser Nachweis muss durch Vorlage des Originalzeugnisses (nebst einer Kopie)

  • für die Kandidaten der Frühjahrskampagne bis Ende Juni d.J.
  • für die Kandidaten der Herbstkampagne bis Ende Dezember d.J.
    erfolgen.

Zur mündlichen Prüfung wird nur geladen, wer sich nach Veröffentlichung der Bewertung der Aufsichtsarbeiten hierzu anmeldet. Einzelheiten hierzu finden Sie unter dem Stichwort “Klausurergebnisse”.

Nach Zulassung zur Notenverbesserung kann auf die Durchführung der Prüfung verzichtet werden, § 14 Abs.2 S.1 JAO 2003.

Krankheit oder ein anderer Verhinderungsgrund kann nur insoweit geltend macht werden, als die Nachholung der Prüfungsleistung(en) nicht zu einer Überschreitung der absoluten Frist des § 14 Abs.1 S.5 JAO 2003 führt.

Beispiel: Hat der Kandidat in der Frühjahrskampagne den Freiversuch abgelegt und tritt in der Herbstkampagne zur Notenverbesserung an, besteht im Falle der Erkrankung die Möglichkeit, die Notenverbesserung im Frühjahr des Folgejahres abzuschließen. Im Frühjahr des Folgejahres kann eine Erkrankung nicht mehr berücksichtigt werden.