Veranstaltungen 2026

Strukturwandel als Chance?

v.l.n.r.: S.E. Martin Kotthaus, Andrea Gärtner, Dr. Anette Schuhmann, Holger Herschel

Strukturwandel als Chance? Der ostdeutsche Umbruch in Bild und Zeitgeschichte

Am 08. Juli 2026 fand im Goethe-Institut Brüssel eine gemeinsame Veranstaltung des Goethe-Instituts, der Landesvertretung Brandenburg und des Büros des Landes Berlin bei der EU anlässlich der Fotoausstellung von Holger Herschel statt.

Die zwölf fotografischen Serien von Holger Herschel aus unterschiedlichen Phasen des Umbruchs nach 1989/90 sind als eine Art visuelle Archäologie zu verstehen, schreibt der Historiker Jürgen Danyel im Vorwort zum Band: „Vergessene Zukunft. Bilder vom ostdeutschen Umbruch.“
Gemeinsam mit der Zeithistorikerin Dr. Annette Schuhmann vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und dem Fotografen Holger Herschel ging die Veranstaltung der Frage nach, was die Bilder uns heute noch oder wieder neu erzählen und was wir mit unterschiedlichem Blick auf sie vielleicht in sie hineininterpretieren. Im Gespräch mit Andrea Gärtner, Büro des Landes Berlin bei der EU, wurde erörtert, wie Erfahrungen, Erinnerungen und Erzählungen der damaligen Akteure nachwirken und welches Selbstverständnis daraus für heute erwächst.

IWO Veranstaltung 02.07.2026

Dr. Felix Groba, Ref.L. SenWiEnBe

Dialog der Initiative Wasserstoff Ostdeutschland (IWO) am 02.07.2026 in Brüssel

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, organisiert durch die Initiative Wasserstoff Ostdeutschland IWO und die Regionalbüros der ostdeutschen Länder einschließlich Berlin in Brüssel, standen der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Ostdeutschland sowie die direkten Auswirkungen des europäischen Rechtsrahmens auf Investitionen, Infrastrukturprojekte und die industrielle Wertschöpfung in der Region. Berlin als Vorsitzland der IWO wurde durch Dr. Felix Groba vertreten, der in seinen einleitenden Worten die Aktivitäten der IWO vorstellte. Die Europäische Kommission berichtete über die europäische Wasserstoff- und Infrastrukturpolitik. Im Anschluss wurden wichtige Wasserstoffprojekte der sechs ostdeutschen Länder vorgestellt.
Für Berlin stellte die GASAG AG das sogenannte Phasenmodell des Berliner Wasserstoff-Startnetzes vor (in Zusammenarbeit mit Berlin Energie und Wärme GmbH und NBB Netzgesellschaft Berlin Brandenburg). Dieses sieht im ersten Schritt die Anbindung von Großverbrauchern, den Berliner Heizkraftwerken, vor. Umstellung und Ausbau der Leitungen sind bereits Teil der deutschlandweiten Wasserstoffkernnetzplanung.
An der anschließenden hochrangigen Podiumsdiskussion nahmen MdEP Hildegard Bentele sowie Vertreter der Wasserstoffindustrie teil. Die Diskussion stand unter dem Titel „Wasserstoffinvestitionen – Die Auswirkungen von EU-Förderprogrammen und Rechtsrahmen auf die Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland“. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die laufenden Diskussionen über den energiepolitischen Rahmen der EU und den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für 2028–2034 sowie deren Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen in Ostdeutschland gelegt.

Kammerkonzert des Julius-Stern-Instituts im Büro des Landes Berlin bei der EU

v.l.n.r. Sophia Kovpak, Karla Haltenwanger, Kira Koch, Maria Elisabeth Lange, Eva Lietz

Kammerkonzert des Julius-Stern-Instituts im Büro des Landes Berlin bei der EU

Am 24.06.2026 haben musikalisch hochbegabte Jungstudierende des Julius-Stern-Instituts aus Berlin unter der Leitung von Institutsleiter Stefan Lietz und am Piano begleitet von Karla Haltenwanger ein Kammerkonzert im Büro des Landes Berlin bei der EU gegeben.
Die jungen Musikerinnen, Maria Elisabeth Lange (11 Jahre) Violine, Eva Lietz (13 Jahre) Klavier, Sophia Kovpak (18 Jahre) Gesang, Kira Koch (16 Jahre) Violine, begeisterten das Publikum aus den EU-Institutionen und dem EU-Umfeld mit Stücken von Henryk Wieniawski, Franz Liszt, András Hamary, Giovanni B. Pergolesi, Christoph W. Gluck, Felix Mendelssohn, Wolfgang A. Mozart und Pablo de Sarasate.

Smart Specialisiation S3 Conference – Brüssel 23.6.2026

Pitch: Deep Tech Berlin Agenda

Präsentation der DTBA auf der "Smart Specialisiation S3 Conference" der Europäischen Kommission

Anlässlich der vom 23.06.-24.06.2026 in Brüssel erfolgten S3 COP Annual Conference wurde eine Berliner Delegation der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unter Leitung von Abteilungsleiter Thomas Krause sowie Caroline Reeg und Daniel Seiler von der Europäischen Kommission (DG REGIO) und der Community of Practice eingeladen, die am 16.06.2026 vom Senat des Landes Berlin beschlossene Deep Tech Agenda Berlin vorzustellen. Am Rande der Konferenz konnten vertiefende Gespräche mit Innovationsexperten der Europäischen Kommission, Generaldirektionen für Regional- und Städtepolitik, für Haushalt und für Forschung und Technologische Entwickliung, dem European Innovation Council and SMEs Executive Agency (EISMEA) und dem European Business Angels Network (EBAN) geführt werden. Von großem Mehrwert war ebenfalls der Austausch mit anderen europäischen Regionen zu den wertvollen Erfahrungen der regionalen intelligenten Innovationsstrategien, den jeweiligen Governance-Modellen mit Mehrebenenansatz sowie der Bedeutung der S3 hinsichtlich von Reformen, Investitionen, Meilensteinen und Zielen im Hinblick auf die zukünftige EU-Förderung.
In einem abschließenden Gespräch mit dem Büro des Landes Berlin bei der EU wurden weitere mögliche Aktivitäten hinsichtlich der Sichtbarmachung der Berliner Innovationslandschaft diskutiert.

Demokratie erleben in Brüssel – Wie funktioniert Europa?

Am 10.05.2026 hieß es für 25 junge FÖJ-Teilnehmende: Auf nach Brüssel! Die erfolgreiche Seminarreise unter dem Titel „Europa erleben“ hat in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattgefunden. Am Sonntag fanden sich die Teilnehmenden am frühen Morgen auf dem Berliner Hauptbahnhof ein, um ihre dreitägige Exkursion zu starten. Ziel dieser Reise ist es, den Freiwilligen die Europäische Union und deren Bedeutung für die nationale Politik der einzelnen Mitgliedsstaaten sowie für jede Europäerin und jeden Europäer zu vermitteln. Auch der Frage, woher ein Teil der Fördergelder zur Finanzierung des FÖJ kommen, wurde nachgegangen: So wird das FÖJ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF+) mitfinanziert. Die Reise wurde von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr Klimaschutz und Umwelt organisiert, finanziert und begleitet. Von den drei Berliner FÖJ-Trägern JAO gGmbH, Stiftung Naturschutz Berlin und Vereinigung Junger Freiwilliger e.V. war jeweils eine Pädagogin mit dabei.
Die Freiwilligen erwarteten drei sehr intensive Tage, die gefüllt waren mit einer Stadtführung gleich am Ankunftstag, einem Besuch im EU-Parlament, verbunden mit einem Gespräch mit der Berliner EU-Abgeordneten Hildegard Bentele, Einblicken in die Aufgaben und Struktur der EU-Kommission und die Arbeit einer Lobbyorganisation wie dem NABU. Die Gruppe konnte in diesem Jahr nicht im Büro des Landes Berlin bei der EU willkommen geheißen werden, da in dieser Zeit der Besprechungsraum nicht zur Verfügung stand, aber die Vertretung des Landes Brandenburg hat die FÖJlerinnen und FÖJler an zwei Tagen sehr freundlich aufgenommen. Hier konnten auch die Beiträge zu verschiedenen Themen rund um das Thema EU von den Freiwilligen vorgetragen und anschließend diskutiert werden. Die Themen haben sie vorher eigenständig recherchiert und vorbereitet. Einen Eindruck in die Arbeit der Berliner Landesvertretung bekamen die Freiwilligen von dem Spiegelreferenten des Landes Berlin, Moritz Theloe.
Bei allen Programmpunkten fand ein reger Austausch statt – es wurden viele Fragen gestellt und angeregt diskutiert.
Die jungen Teilnehmenden tragen die gewonnenen Erkenntnisse nun in die Seminare und können sie an die anderen FÖJ-Freiwilligen weitergeben.

Zweiter Europapolitischer Stammtische der Metropolregion Berlin-Brandenburg

v.l.n.r.: Dr. Christian Ehler; Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln; Florian Hauer; Dr. Manja Schüle; Volker-Gerd Westphal; Hildegard Bentele; Dr. Volker Löwe, Dr. Markus Wenig

Zweiter Europapolitischer Stammtisch der Metropolregion Berlin-Brandenburg

Am 05.03.2026 tagte der Zweite Europapolitische Stammtisch der Metropolregion Berlin-Brandenburg mit 70 Gästen aus den EU-Institutionen, dem EU-Umfeld sowie Regional- und Kommunalbüros im Büro des Landes Berlin bei der EU. Thema war die „Perspektive von Wissenschaft und Forschung beim nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen (MFR 2028 – 2034) aus Sicht der Metropolregion Berlin-Brandenburg“. Gastrednerinnen waren Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung), die die Bedeutung von Geistes- und Sozialwissenschaften im neuen Forschungsrahmenprogramm der EU hervorhob, und Dr. Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg), die die Potenziale der Metropolregion und die enge, Landesgrenzen übergreifende Vernetzung betonte. Dr. Christian Ehler, MdEP (Brandenburg), kommentierte aus der Sicht des Europäischen Parlaments den Verhandlungsstand zum neuen Forschungsrahmenprogramm und zum Wettbewerbsfähigkeitsfonds.

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