Märkisches Museum

Märkisches Museum

Das Märkische Museum dokumentiert die Geschichte der Stadt Berlin. Architektonisch bezieht sich das auffällige Gebäude an der Spree auf Vorbilder des Landes Brandenburg.

  • Märkisches Museum© dpa
  • Märkisches Museum© Stadtmuseum Berlin | Foto: Setzpfandt
  • Märkisches Museum© Stadtmuseum Berlin | Foto: Setzpfandt
    Salon Haby
Am Südufer der Spree gelegen, kurz bevor sie sich in zwei Arme teilt, ist der Turm des Märkischen Museums eine der wichtigsten Landmarken im Stadtbild. So merkwürdig es auf den ersten Blick anmutet: Der Museumskomplex entstand in einem Zug nach Planungen des Berliner Stadtbaurats Ludwig Hoffmann, der sich in einem Architekturwettbewerb durchgesetzt hatte. Endlich sollte das Märkische Museum, 1874 gegründet und seitdem provisorisch im Palais Podewils untergebracht, ein eigenes Haus erhalten.

Märkisches Museum mit architektonischen Vorbildern in Brandenburg

Was Stüler schon in den 1840er Jahren bei der Ausstattung des Neuen Museums im Innern verfolgt hatte, nämlich die Ausstattung der Räume an den Exponaten auszurichten, übertrug Hoffmann (darin Gabriel von Seidls Bayerischem Nationalmuseum in München folgend) auf den Außenbau. Und da das Märkische Museum die geschichtliche und künstlerische Entwicklung der Mark Brandenburg durch die Jahrhunderte hinweg dokumentierte, schuf Hoffmann einen um zwei Innenhöfe gelagerten Komplex ganz unterschiedlicher Bauteile, die vielfach auf konkrete architektonische Vorbilder in Brandenburg zurückgehen.
So ist der walmdachbekrönte Turm dem Bergfried der Bischofsburg in Wittstock nachgebildet, die durchbrochenen Schaugiebel und der Ornamentbesatz der gotischen Fassadenteile haben ihr Vorbild in der Katharinenkirche in Brandenburg/Havel.

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Innengestaltung des Märkischen Museums

Auch das Innere wurde auf die Sammlungen abgestimmt, gewölbte Gänge und Räume sollen auf die mittelalterlichen Exponate einstimmen. Zudem wurden einige originale Architekturteile eingebaut, z.B. das monumentale Backsteinportal von 1316 vom "Hohen Haus", der mittelalterlichen Residenz der Markgrafen in Berlin (Klosterstraße). Neben dem Haupteingang steht eine Kopie des Rolands vom Altstädter Rathaus in Brandenburg/Havel.

Umgebung des Märkischen Museums

Südlich des Museums liegt der kleine Köllnische Park, in dem ein Exemplar des Berliner Wappentiers, des Bären, lebt. Ringsum sind Architekturteile und Fragmente der Berliner Baugeschichte aufgestellt. In unmittelbarer Nähe des Märkischen Museums kann man drei interessante moderne Bauten sehen: das 1903/04 entstandene Versicherungsgebäude (Am Köllnischen Park 3) von Alfred Messel, die über 100 Meter lange expressionistische Fassade der ehemaligen AOK-Zentrale Berlin von Albert Gottheimer 1930/31 (Rungestraße 3–6) und vor allem das Gewerkschaftshaus von Max Taut und Franz Hoffmann 1922/23 (Wallstraße 61–65), der erste Bau überhaupt, bei dem die (Stahlbeton-)Rasterkonstruktion zum bestimmenden Element der Fassade wurde.

Informationen

Karte

Adresse
Am Köllnischen Park 5
10179 Berlin
Internetadresse
www.stadtmuseum.de/maerkisches-museum
Öffnungszeiten
Museum: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Hofcafé: Freitag bis Sonntag 12 bis 17.30 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat 12 bis 17.30 Uhr
Eintrittspreise
5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei, jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei
Führungen
bitte unter Tel. 030 24002 162 erfragen
Barrierefrei
Zugang für Rollstuhlfahrer per Aufzug, nur mit vorheriger Anmeldung an der Kasse möglich. Gebäudezugang mit Rampe auf dem Hof. Zwischengeschoss zwischen erstem und zweitem Obergeschoss nicht mit dem Aufzug erreichbar.
Architekt
Ludwig Hoffmann
Stil
Historismus

Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus

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| Aktualisierung: 7. Mai 2019