Ausstellung zu verbotenen DEFA-Spielfilmen in der DDR

Ausstellung zu verbotenen DEFA-Spielfilmen in der DDR

Kostüme, Fotos und Dokumente zensierter Filme: Das Filmmuseum Potsdam stellt in einer Foyer-Ausstellung zwölf in der DDR verbotene DEFA-Produktionen vor.

Filmmuseum Potsdam

© dpa

Das Filmmuseum Potsdam stellt in einer Foyer-Ausstellung zwölf in der DDR verbotene DEFA-Produktionen vor.

Anlass für die Schau mit dem Titel «Gestört, Verhindert, Zensiert. Die verbotenen Filme der DEFA 1965/66» ist der 50. Jahrestag des sogenannten «Kahlschlagsplenums» des SED-Zentralkommitees von 1965, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Am Donnerstagabend wird die Ausstellung eröffnet.
Das 11. ZK-Plenum stehe für einen kulturellen Rundumschlag, der besonders das DEFA-Studio betroffen habe, sagte Museumsdirektorin Ursula von Keitz. Die «Plenumsfilme» genannten Werke wie «Das Kaninchen bin ich», «Denk bloß nicht, ich heule» oder «Karla» durften in der DDR nicht gezeigt werden.
Die jungen Regisseure hätten in den Spielfilmen gesellschaftliche Probleme des zweiten deutschen Staates wie den Generationenkonflikt oder Unehrlichkeit in Betrieben thematisiert, erläuterte von Keitz. Im Museum sind Filmplakate, Briefe, Drehbücher und an die Wand projizierte Filmausschnitte zu sehen. Alle erhaltenen Filme laufen in einem begleitenden Kinoprogramm.
Die Schau ist zusammen mit Bachelor-Studenten der Filmuniversität Babelsberg entstanden. Die Ausstellung soll bis Anfang März 2016 laufen.
Der alte Marstall in Potsdam
© dpa

Filmmuseum Potsdam

Das Filmmuseum Potsdam widmet sich der Filmgeschichte aus Babelsberg und der Welt. mehr

Filmmuseum Potsdam
© dpa

Museumsführer Brandenburg

Der kleine Museumsführer für das Land Brandenburg gibt Einblicke in die wichtigsten Ausstellungshäuser unseres großen Nachbarn. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. November 2015