Anmeldung
 

Duales Studium der Rechtspflege (FH)




Die Berliner Justiz – weit mehr als ehrwürdige Gebäude, Paragraphen und Verhandlungen!

Die Gerichte und Strafverfolgungsbehörden Berlins tragen als dritte Säule unserer Demokratie eine hohe Verantwortung. Dies gilt auch für Ihre Mitarbeiter*innen, denn sie verhelfen den Bürger*innen zu ihrem Recht.
Die Ausbildungen und Berufe der Justiz sind so vielseitig wie die Aufgaben der Berliner Gerichtslandschaft und der Strafverfolgungsbehörden. Von den zupackenden Sicherheitsexpert*innen im Justizwachtmeisterdienst (sechsmonatige Ausbildung im beamteten Vorbereitungsdienst) über die Organisationstalente in den Geschäftsstellen, die Rückgrat unserer Gerichte und Strafverfolgungsbehörden sind (zweijährige Ausbildung zum*zur Justizsekretär*in) bis hin zu unseren entscheidungsfreudigen Rechtspfleger*innen (dreijähriges duales Studium) ist für jeden etwas dabei. Und das alles in ganz unterschiedlichen und spannenden Rechtsgebieten.

Werden Sie Teil der nächsten Generation!


Rechtspfleger*innen nehmen neben Richter*innen Aufgaben der Rechtspflege wahr, die ihnen vom Gesetzgeber übertragen wurden. Sie führen z.B. Zwangsversteigerungen durch oder klären, ob es Erb*innen für einen Nachlass gibt. Sie entscheiden über Räumungsschutzanträge von Mieter*innen, die ihre Wohnung räumen müssen, aber wegen unzumutbarer Härte einen Aufschub erbeten haben, oder sie überwachen Insolvenzverfahren und prüfen die Arbeit der Treuhänderin oder des Treuhänders.

Rechtspfleger*innen werten Gutachten aus, setzen Termine an, berechnen Kosten, laden Beteiligte, betreuen Nachlassverfahren, unterweisen und kontrollieren bei Vormundschaften die die Vormund*in und bei Betreuungen die Betreuer*innen oder sie übernehmen als Geschäftsleiter*in wichtige Führungsaufgaben. In ihren Entscheidungen sind Rechtspfleger*innen unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen. Sie können als befangen abgelehnt werden und ihre Beschlüsse sind nur über den Rechtsmittelweg anfechtbar. Ihre Arbeit ist abwechslungsreich, verantwortungsvoll und weisungsfrei.
Bild: F. Kobold - Fotolia.com 

Wir sind...

...die zentrale Ausbildungs- und Einstellungsbehörde der Justiz bei dem Präsidenten des Kammergerichts.
Das Kammergericht als Oberlandesgericht des Landes Berlin ist das höchste Berliner Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit.

Wir suchen...

…Sie als entscheidungsfreudige, belastbare Mitarbeiter*innen, die Interesse und Spaß am Umgang
mit Gesetzen haben und Rechtsfälle eigenständig bearbeiten können.

Wir bieten...

...ein dreijähriges duales Studium. Die theoretischen Grundlagen erlernen Sie im Rahmen
eines Fachstudiums an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR, Campus Lichtenberg).
Die praktische Unterweisung übernehmen die verschiedenen Amtsgerichte, das Landgericht und die
Staatsanwaltschaft.

Ziel des Studiums ist es, in einem wissenschaftlichen Studiengang mit praktischem Bezug einen
Wissensstand zu vermitteln, der es ermöglicht, Rechtsfragen zu erkennen und sachgerechte Entscheidungen zu treffen.

Zu Beginn des Studiums – dem sogenannten Vorbereitungsdienst – werden Sie in das
Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen und zur Rechtspflegeranwärter*in ernannt.

Nach Ableistung des Vorbereitungsdienstes wird die Laufbahnprüfung abgelegt. Sie kann einmal wiederholt werden.
Die Hochschule verleiht nach Bestehen der Prüfung sowie Vorlage einer Diplomarbeit den akademischen Grad
Diplom-Rechtspfleger*in (FH).

Der Grundbetrag für Rechtspflegeranwärter*innen beträgt zurzeit monatlich 1.218,14 € brutto.
Zusätzlich werden eine jährliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) und abhängig vom Familienstand ggf. Familienzuschläge gewährt.

Das Beamtenverhältnis auf Widerruf endet bei Bestehen der Rechtspflegerprüfung kraft Gesetzes mit der
Beendigung des Prüfungsverfahrens.

Nach einer eventuellen Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe, die nicht garantiert werden kann,
erhalten Sie als Justizinspektor*in Dienstbezüge, die der Besoldungsgruppe A 9 des Landesbesoldungsgesetz für
Berlin entsprechen. Der Grundgehaltssatz beträgt zurzeit monatlich ca. 2.410,09 € brutto. Eine Erhöhung um 4,3 Prozentpunkte
zum 01. September 2019 ist geplant. Hinzu kommen die jährliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld), ggf. eine Stellenzulage
und Familienzuschläge. Auf Antrag werden zudem vermögenswirksame Leistungen gewährt.

Beförderungsmöglichkeiten bestehen bis zur Justizoberamtsrätin und zum Justizoberamtsrat (Besoldungsgruppe A 13).
Nach einer zusätzlichen Ausbildung und bestandener Prüfung können Sie auch Amtsanwältin bzw. Amtsanwalt tätig werden.

Sie bringen mit...

...die deutsche Staatsangehörigkeit (i. S. d. Art. 116 GG) sowie die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder
die Fachhochschulreife (FHR), ggf. einen gleichwertigen Bildungsstand (§§ 10, 11 Berliner Hochschulgesetz).

Ihr Mindestnotendurchschnitt von Abitur oder Fachhochschulreife darf nicht schlechter als 3,2 sein.

Bewerber*innen, die den Abschluss erst 2020 erreichen, nehmen unter Vorbehalt am Auswahlverfahren teil.

Bei einer Bewerbung nach §§ 10 oder 11 BerlHG haben Sie den Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung zu
führen durch beglaubigte Unterlagen  

  • der Aus- oder Fortbildung sowie der Rechtsgrundlage, in der die Aus- und Fortbildung geregelt ist (§ 11 Abs.1 BerlHG),

  • der fachlich ähnlichen Berufsausbildung sowie der dreijährigen Berufserfahrung (§ 11 Abs.2 BerlHG)

  • des berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses (§10 Abs. 3 BerlHG)


Bitte beachten Sie die Höchstaltersgrenze nach § 5 LVO-Just in der jeweils gültigen Fassung.

Sie dürfen zum Einstellungszeitpunkt (01.10.2020) nach derzeitiger Rechtslage nicht älter als 39 Jahre sein.

Hierzu gelten folgende Ausnahmen:

 

  • Menschen mit einer Schwerbehinderung (§ 29 Abs.1 LfbG, § 5 Abs. 2 Nr. 2 LVO-Just) und diesen Gleichgestellte
    dürfen nicht älter als 44 Jahre am Einstellungstag sein.

  • Soldat*innen auf Zeit mit einer Dienstzeit von mindestens 12 Jahren (keine Höchstaltersbegrenzung nach § 7 Abs 6 SVG).

  • Die Höchstaltersgrenze ist für Bewerber*innen, die bereits im öffentlichen Dienst tätig sind, um die Zeit heraufzusetzen,
    die sie unmittelbar zuvor im öffentlichen Dienst Berlins verbracht haben (§ 32 Abs. 1 LfbG).

Bewerber*innen, die zum Einstellungszeitpunkt (01. Oktober 2020) bereits 40 Jahre und älter sind und die
oben genannten Ausnahmeregelungen nicht erfüllen, können bereits jetzt am Auswahlverfahren unter Vorbehalt
teilnehmen. Tritt vor dem Einstellungszeitpunkt der Wegfall der Höchstaltersgrenze durch den
Verordnungsgeber in Kraft, fällt dieser weg.

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.


Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen,
ist ausdrücklich erwünscht.


Neben den oben erwähnten Voraussetzungen sollten Sie für den Beruf außerdem folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Interesse an der Klärung von Rechtsfragen und der Anwendung von Rechtsvorschriften

  • Fähigkeit zu systematischem Denken und wissenschaftlichem Arbeiten

  • Einsatz- und Verantwortungsbereitschaft, Flexibilität

  • Team-, Konflikt- und Kritikfähigkeit

  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit

  • Belastbarkeit und die gesundheitliche Eignung für den Beruf

  • Sicheres Auftreten, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit im Umgang mit Publikum

Allgemeine Hinweise

Der Präsident des Kammergerichts behält sich entsprechend der Anzahl der eingehenden Bewerbungen vor, nur einen
Teil der Bewerber*innen nach dem Prinzip der Bestenauslese am weiteren Auswahlverfahren teilnehmen zu lassen.

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht!

Weitere Hinweise zu Aufgaben und Tätigkeiten von Rechtspfleger*innen, Ablauf und Inhalt der Ausbildung sowie bei
Bewerbung einzureichenden Unterlagen finden Sie unter www.rechthaber-gesucht.de.


Bitte legen Sie sich bei der Bewerbung einen Account im Karriereportal an, um Ihre Bewerbung
stets aktualisieren zu können. Falschangaben im Online-Bewerberformular führen zum endgültigen
Ausschluss aus dem Einstellungsverfahren.


 

Voraussichtlicher Ablauf des Bewerbungsverfahrens

Ablauf der Bewerbungsfrist:          23. November 2019

Eignungstests:                             ab September 2019

Auswahlgespräche:                      ab Oktober 2019

Eignungsuntersuchung:                ab Ende Januar 2020

Studienbeginn:                            voraussichtlich 01. Oktober 2020


weitere Informationen finden Sie unter: www.berlin.de/rechthaber-gesucht/berufe/rechtspflegerin/


Footergrafik - Kammergericht