Projekt TOM - New Work in der Berliner Verwaltung

Imperia_Layer_TOM

Die Arbeits- und Ausbildungswelt befindet sich im Wandel – auch in der Berliner Verwaltung. Mit dem Projekt „TOM – Technik, Organisation, Mensch“ wird ein umfassender Veränderungsprozess angestoßen, der neue Arbeitsformen etabliert und bestehende Strukturen modernisiert. Ziel ist es, den unmittelbaren Berliner Landesdienst effizienter, flexibler und attraktiver zu gestalten.

Neue Arbeitsformen und Ziele des Projekts

Im Mittelpunkt des Projekts stehen Konzepte wie Desksharing, mobiles und alternierendes Arbeiten sowie die Nutzung von Co-Working-Spaces. Auch der sogenannte „Dienst am dritten Ort“ – also das Arbeiten in Gebäuden anderer Dienststellen – soll ein Bestandteil werden. Durch diese Maßnahmen sollen Flächen eingespart und Haushaltsmittel effizienter eingesetzt werden. Die frei werdenden Ressourcen sollen gezielt in die Sanierung und Modernisierung von Gebäuden und Ausstattung reinvestiert werden.

Rolle der Haupt-JAV im Projekt TOM

Die Haupt-Jugend- und Auszubildendenvertretung für die Behörden, Gerichte und nichtrechtsfähigen Anstalten des Landes Berlin (Haupt-JAV) war von Beginn an aktiv in das Projekt eingebunden und nahm als Pilotbereich an den ersten Umsetzungsphasen teil. In diesem Zuge erfolgte auch der Umzug in das Bürodienstgebäude Palais am Klostergarten, Klosterstraße 71, wo seitdem im neuen Arbeitskonzept gearbeitet wird. Darüber hinaus begleitet die Haupt-JAV das Projekt kontinuierlich, nimmt an regelmäßigen Austauschterminen sowie größeren Veranstaltungsformaten mit anderen Dienststellen teil und bringt die Perspektiven der Nachwuchskräfte ein.

Herausforderungen bei der Einbindung von Nachwuchskräften

Trotz der positiven Ansätze zeigt sich jedoch auch ein deutlicher Handlungsbedarf: Der Fokus des Projekts liegt bislang vor allem auf bereits ausgelerntem Personal. Ein tragfähiges Konzept für die Einbindung von Nachwuchskräften in die neuen Arbeitsformen fehlt bislang weitgehend. Dabei bieten gerade Ausbildung und Studium die Chance, moderne Arbeitsweisen von Beginn an zu vermitteln und nachhaltig zu verankern.

Probleme in der praktischen Umsetzung

Insbesondere in den Praxisphasen ergeben sich derzeit Herausforderungen. Weder die vorhandene technische Ausstattung noch die bestehenden Ausbildungspläne sind ausreichend auf mobiles oder alternierendes Arbeiten ausgerichtet. Auch das Ausbilden aus der Distanz stellt viele Praxisanleitenden vor neue und bislang ungelöste Fragen. Es mangelt an geeigneten Schulungsangeboten, einer verlässlichen Infrastruktur sowie an notwendigen Endgeräten.

Forderungen und Position der Haupt-JAV

Für die Haupt-JAV steht daher fest: Das Projekt TOM kann nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn auch die Bedürfnisse und Anforderungen der Nachwuchskräfte konsequent berücksichtigt werden. Die Haupt-JAV wird den weiteren Prozess kritisch begleiten und sich weiterhin aktiv dafür einsetzen, dass moderne Arbeitsformen auch in der Ausbildung und im Studium der Berliner Verwaltung verankert werden.

New Work gelingt nur, wenn auch Nachwuchskräfte mitgedacht werden – sonst bleibt der Wandel in der Verwaltung unvollständig.
Sean Hanisch / 2. stellvertretender Vorsitzender der Haupt-JAV des Landes Berlin

Kontakt zur Haupt-JAV

Geschäftsstelle