Die aktuellen Ausbildungsmarktdaten zeigen deutlich:
In Berlin übersteigt die Zahl der Bewerberinnen seit Jahren das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen. Im Ausbildungsjahr 2024/25 standen rund 23.200 Bewerber*innen lediglich ca. 13.940 betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber. Damit kommt rechnerisch auf 100 Bewerber*innen nur ein deutlich geringeres Angebot an Ausbildungsplätzen. Berlin weist bundesweit die niedrigste Angebots-Nachfrage-Relation auf.
Gleichzeitig bleibt ein erheblicher Teil der Ausbildungsplätze unbesetzt, während viele Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden. Dieses Nebeneinander verweist auf ein strukturelles Problem: Das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen ist insgesamt nicht ausreichend, um die Nachfrage zu decken.
Hinzu kommt, dass die Ausbildungsbetriebsquote in Berlin seit Jahren besonders niedrig ist. Nur ein kleiner Teil der Betriebe bildet tatsächlich aus. Die Verantwortung für Ausbildung wird damit von wenigen Schultern getragen, während andere Betriebe dauerhaft von ausgebildeten Fachkräften profitieren, ohne selbst zur Ausbildung beizutragen.