Viele Covid-Patienten in Kliniken

Viele Covid-Patienten in Kliniken

Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen der Brandenburger Kliniken ist leicht zurückgegangen, bleibt aber auf hohem Niveau. Nach 28,2 Prozent am Vortag sank ihr Anteil zuletzt auf 27,2 Prozent (Stand Donnerstag). Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Die Zahl der Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Krankenhäusern aufgenommen wurden, blieb wie am Donnerstag bei einem Wert von 6,16. In beiden Bereichen steht die Warnampel auf Rot.

Coronavirus - Patienten auf der Intensivstation

© dpa

Pflegekräfte betreuen Patienten in einem der Behandlungszimmer einer Intensivstation.

875 Menschen liegen den Angaben nach mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus, davon 194 auf Intensivstationen - hiervon müssen mit Stand Donnerstag 153 beatmet werden.
Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 577,0 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner - nach 586,7 am Vortag ein leichter Rückgang. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 672,9. Der Süden bleibt weiter Schwerpunkt bei den Corona-Ansteckungen. Den höchsten Inzidenzwert hat Cottbus (1291,9), den niedrigsten Potsdam (313,5).
2962 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages wurden gemeldet. 31 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kamen hinzu.
63,5 Prozent der Bevölkerung ist vollständig geimpft. Brandenburg liegt damit weiter auf dem vorletzten Platz im Bundesländervergleich. Darüber hinaus haben 24,8 Prozent eine Auffrischungsimpfung erhalten.
Bei den gestarteten Kinderimpfungen muss nach Aussage von Detlef Reichel, Landeschef des Berufsverbandes der Kinderärzte/Jugendmedizin, wegen des nicht ausreichenden Impfstoffs viel umgeplant werden. Der Start sei erst einmal gesichert, allerdings habe sich die Hoffnung der Ärzte auf Lieferung von Einzelimpfdosen nicht erfüllt, sagte er der dpa. Der Impfstoff «Vial Comirnaty K» enthalte jeweils zehn Impfdosen - angebrochen müsse er zügig verimpft werden. Das bedeute, dass die Ärzte zeitintensive telefonische Beratungen und Einladungen auf der Grundlage einer priorisierten Liste führen zu müssten.
Sorgen mache derzeit auch, dass georderte Impfdosen von Biontech-Pfizer für 12- bis 18-Jährige derzeit nicht im vollen Umfang geliefert werden können. Erneutes Umplanen sei nun nötig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. Dezember 2021 12:19 Uhr

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