Karussell-Sturz: Amtsgericht Potsdam verhandelt 2022

Karussell-Sturz: Amtsgericht Potsdam verhandelt 2022

Beim Potsdamer Oktoberfest 2019 stirbt eine junge Frau - der Fall wird 2022 erneut vor dem Amtsgericht Potsdam verhandelt. «Die Angeklagte hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt», sagte Gerichtssprecher Oliver Kramm am Dienstag. Ende Februar/Anfang März will das Gericht voraussichtlich darüber verhandeln.

Angeklagt ist eine 49 Jahre alte Mitarbeiterin des Fahrgeschäfts «Playball» wegen fahrlässiger Tötung. Sie soll laut Anklage am 29. September 2019 versehentlich einen falschen Knopf gedrückt haben, woraufhin sich das Karussell ohne den üblichen Warnton in Bewegung gesetzt habe. Eine 29 Jahre alte Mitarbeiterin soll demnach nach mehreren Umdrehungen gegen ein Geländer und dann zu Boden geschleudert worden sein. Sie fiel mehrere Meter in die Tiefe und erlitt tödliche innere Verletzungen. Nach dem Unfall wurde das Fest vorerst geschlossen.
Die 49-Jährige hatte einen Strafbefehl für zehn Monate Haft auf Bewährung erhalten. Ein Strafbefehl ist ein vereinfachtes und beschleunigtes Verfahren. Dabei darf nur eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr auf Bewährung festgesetzt werden. Im Prozess ist das Gericht nun nicht an den Strafbefehl gebunden. Nimmt die Angeklagte den Einspruch zurück, würde dieser aber gültig werden - es käme dann nicht zum Prozess.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Dezember 2021 15:26 Uhr

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