Brandenburg: Erstimpfungen wegen Engpasses herunterfahren

Brandenburg: Erstimpfungen wegen Engpasses herunterfahren

Wegen Engpässen bei der Lieferung von Impfstoffen könnten Erstimpfungen für Biontech und Moderna in Brandenburg nach Angaben der Landesregierung in den nächsten Wochen auf Null gefahren werden.

Impfung

© dpa

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze.

«Wir werden keine Erstimpfungstermine mehr herausgeben, um wenigstens - soweit es irgend geht - mit den vorhandenen Biontech- und Moderna-Dosen die Kompensation der Zweitimpfungen zu Astrazeneca durchhalten zu können», sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch (14. April 2021) in einer Sitzung von Gesundheits- und Innenausschuss des Landtags. «Das wird so eng werden, dass wir nach Stand jetzt nicht unbedingt in der Lage sind, das zu erreichen.»

62 000 Impfdosen von Biontech und Moderna benötigt

Das Ziel sei, die notwendigen Zweitimpfungen abzusichern, sagte der Minister. Nötig seien in den nächsten vier Wochen 62 000 Impfdosen von Biontech und Moderna. «Diesen Impfstoff haben wir derzeit leider nicht.» Er forderte eine Erhöhung der zugesagten Mengen des Bundes. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich darauf geeinigt, dass Menschen unter 60 Jahren mit einer Erstimpfung mit Astrazeneca bei der Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen sollen.

Thrombosen bei Astrazeneca und Johnson & Johnson

Hintergrund sind Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca. Dazu komme, dass 6700 Impfdosen von Johnson & Johnson zunächst nicht nach Brandenburg ausgeliefert würden, sagte Stübgen. Wie beim Impfstoff von Astrazeneca waren auch bei Johnson & Johnson spezielle Thrombosen erfasst worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. April 2021 11:50 Uhr

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