Münch erinnert an die Befreiung von KZ Sachsenhausen

Münch erinnert an die Befreiung von KZ Sachsenhausen

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) hat an die Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen vor 73 Jahren erinnert. «Wir gedenken aller Opfer: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, psychisch Kranke, körperlich Beeinträchtigte, Menschen aus den besetzten Staaten Europas sowie Kriegsgefangene aus der Sowjetunion», sagte Münch am Sonntag bei der zentralen Gedenkfeier in Oranienburg (Oberhavel). «Sie alle waren Opfer der menschenverachtenden NS-Ideologie.»

Gedenkfeier

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Menschen nehmen an der zentralen Gedenkfeier im ehemaligen KZ in Sachsenhausen teil. Foto: Wolfgang Kumm

An der zentralen Gedenkfeier nahm neben anderen Überlebenden auch der 97-jährige Leon Schwarzbaum teil, der die Lager in Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen überstanden hatte. «Ich bin den Überlebenden, aber auch ihren Angehörigen und Nachkommen, dankbar dafür, dass sie sich trotz des erlittenen Grauens hoch engagiert als Zeitzeugen für die historische Aufarbeitung und für die Vermittlung der Geschichte einsetzen», betonte Münch. Zu der Gedenkfeier war auch Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) erschienen.
Im KZ Sachsenhausen waren zwischen 1936 und 1945 mehr als 200 000 Menschen aus vielen europäischen Ländern von den Nationalsozialisten gefangen gehalten worden.
In Fürstenberg/Havel gedachten etwa 800 Teilnehmer der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück. Dort berichtete die Überlebende Stella Nikiforova, die in dem Lager als Kind inhaftiert gewesen war, über ihr Schicksal. Zwischen 1939 und 1945 hatten die Nationalsozialisten in Ravensbrück rund 132 000 Frauen, 20 000 Männer und 1000 weibliche Jugendliche gefangen gehalten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 22. April 2018