Subventionsbetrug bei Corona-Hilfen: Ermittlungen

Subventionsbetrug bei Corona-Hilfen: Ermittlungen

Wegen betrügerischer Abzocke von Corona-Soforthilfe in Berlin ermitteln Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt bislang zu knapp 150 Fällen.

Investitionsbank: Hilfen

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27.03.2020, Berlin: Ein junger Mann versucht den Antrag für die Zuschüsse für Selbstständige mit Geldern des Berliner Senats herunterzuladen.

Der Schaden liege bei etwa 700 000 Euro, teilten beide Behörden am 23. April 2020 mit. Bei der Staatsanwaltschaft seien seit Anfang April 46 Fälle mit 55 Verdächtigen anhängig, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Fels. Ein erster Haftbefehl gegen einen 31-Jährigen sei jetzt vollstreckt worden. Der Hauptverdächtige soll mit zwei Komplizen bei der Investitionsbank acht Mal Soforthilfen für diverse Unternehmen, die es teilweise nicht gab, beantragt haben.
Beim Landeskriminalamt (LKA) werde zu rund 100 Fällen ermittelt, die Zahlen änderten sich stündlich, sagte Jochen Sindberg, der beim LKA die Abteilung Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität leitet. «Wir haben noch das Doppelte im Rohr». Verdachtsfälle werden demnach oft von Banken gemeldet. Das meiste zu Unrecht ausgezahlte Geld ist nach Auskunft von Oberstaatsanwältin Nina Thom aber noch da. Alle Anstrengungen richteten sich derzeit auf Sicherung und Rückführung der Soforthilfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. April 2020 15:04 Uhr

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