Kalayci: Einheitliche Corona-Regeln für Familienfeiern

Kalayci: Einheitliche Corona-Regeln für Familienfeiern

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hält einheitliche und gegebenenfalls auch neue Corona-Regeln in Deutschland für Feiern und andere Veranstaltungen für nötig.

Dilek Kalayci sitzt im Berliner Abgeordnetenhaus

© dpa

Dilek Kalayci sitzt im Berliner Abgeordnetenhaus.

«Zurzeit beobachten wir auch in Berlin, dass das Freizeitverhalten und private Feiern das Infektionsgeschehen nach oben treiben», sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Deutschen Presse-Agentur. «Ziel ist eine bundeseinheitliche Regelung für private Feiern und öffentliche Großveranstaltungen.»
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen Kalayci zufolge bei einer Telefonschalte an diesem Montag über das Infektionsrisiko bei solchen Events sprechen. «Angesichts der bereits seit einigen Wochen deutschlandweit steigenden Infektionszahlen würde ich es auch für wichtig erachten, wenn sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder ebenso mit dem Thema befassen», drängte die Senatorin.
Über die Frage, ob es neue Obergrenzen für Familienfeiern geben sollte, wird bereits sei einiger Zeit diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größe solcher privaten Feste zu sprechen.
In den Ländern ist das unterschiedlich geregelt. So sind in Berlin momentan Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen bei «geselligen Veranstaltungen wie Hochzeiten» drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern maximal 100. Der Ärzteverband Marburger Bund forderte bundesweit einheitliche Vorgaben.
Eine Virologin untersucht Proben auf das Coronavirus
© dpa

11 neue Corona-Infektionen gemeldet

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Berlin innerhalb eines Tages um 11 auf 10 727 gestiegen. Im Krankenhaus werden derzeit 46 Patienten behandelt. mehr

Union-Fans
© dpa

Union stellt Hygiene-Konzept zurück

Präventivtests als Hygienemaßnahme wird es beim 1. FC Union Berlin beim Bundesliga-Start am 19. September nicht geben. Die Eisernen verschieben ihren Antrag auf Ende Oktober. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. August 2020 08:20 Uhr

Weitere Meldungen