Drei Corona-Teststellen werden geschlossen

Drei Corona-Teststellen werden geschlossen

In Berlin sind drei Corona-Teststellen seit Mittwoch geschlossen. Betroffen sind die Einrichtungen am ehemaligen Vivantes-Standort Prenzlauer Berg, am Vivantes Wenckebach-Klinikums in Tempelhof-Schöneberg sowie am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Lichtenberg.

Coronavirus - Abklärungsstelle bei Vivantes Prenzlauer Berg (1)

© dpa

06.03.2020, Berlin: Ein Wegweiser zur im Aufbau befindlichen Abklärungsstelle Corona-Virus am Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg.

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Corona-Untersuchungsstellen in Berlin

Mehrere Berliner Krankenhäuser haben spezielle Corona-Untersuchungsstellen eingerichtet: Die offiziellen Informationen des Landes Berlin zum Coronavirus (SARS-CoV-2). mehr

«In den vergangenen Wochen sind immer weniger Menschen in die Abklärungsstellen gekommen, um sich testen zu lassen, sodass wir den Nutzen hinterfragen mussten», sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) am Mittwoch in Berlin. Die KV, die bisher die Ärzte für die Einrichtungen stelle, habe daher die Kooperation mit den Kliniken beendet.

Schließungen sind lediglich vorübergehend

Vivantes-Sprecherin Mischa Moriceau betonte, dass es sich um eine vorübergehende Schließung handele. Es sei geplant, die Abklärungsstellen im Rahmen der Berliner Teststrategie in Kürze wiederzueröffnen. Welche Personengruppen hier künftig getestet werden sollen, werde derzeit abgestimmt. Mittlerweile sei die ambulante Versorgung in Berlin sehr gut gerüstet, um bei Bedarf selbst testen zu können, konstatierte die KV.

Coronavirus-Abstriche sind in vielen Hausarztpraxen möglich

«Wer den Verdacht hat, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, kann bereits seit geraumer Zeit einen Abstrich in den meisten der Berliner Hausarztpraxen vornehmen lassen», erklärte Ruppert. In der Stadt gibt es darüber hinaus weitere Untersuchungsstellen.

Corona-Test nicht für jeden sofort sinnvoll

Grundsätzlich werde empfohlen, dass Menschen mit nur leichten Beschwerden zu Hause bleiben, sich in freiwillige Quarantäne begeben und bei Verschlimmerung der Symptome den Hausarzt oder bei Atemnot den Rettungsdienst kontaktieren, ergänzte Moriceau. Ein Test sei in erster Linie sinnvoll für Menschen, die in öffentlichen Bereichen wie Altenheimen, Arztpraxen, Polizei oder Feuerwehr arbeiteten und wichtige Infrastruktur absicherten - sowie im Rahmen der Teststrategie aus wissenschaftlichen Gründen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. Juli 2020 16:23 Uhr

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