Kaiserdamm

Bildvergrößerung: Der Kaiserdamm, 11.09.2007, Foto: Karsten Lehmann
Der Kaiserdamm, 11.09.2007, Foto: Karsten Lehmann Bild: Bezirksamt

wichtige Ost-West-Verkehrsstraße, verbindet Sophie-Charlotte- und Theodor-Heuss-Platz

Zu repräsentativen Zwecken wurde von 1904 bis 1906 auf einem unbefestigten Weg eine breite Prachtstraße geschaffen. Die Allee, die die Bismarckstraße nach Westen verlängert, erhielt nach Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), dem Initiator des Straßenbaus, den Namen Kaiserdamm.
1908 wurde die U-Bahnlinie fertiggestellt, welche vom Knie (heute Ernst-Reuter-Platz) zum Reichskanzlerplatz (heute Theodor-Heuss-Platz) führte. So entstanden unter dem Kaiserdamm die Bahnhöfe Kaiserdamm und Sophie-Charlotte-Platz. Im Zuge der nationalsozialistischen Baumaßnahmen in Berlin versah Albert Speer den Kaiserdamm als Teil der neuen Ost-West-Achse mit den typischen, noch heute vorzufindenen Doppelstraßenleuchtern.

Ursprünglich endete der Kaiserdamm am Bahnhof Heerstraße. 1950 wurde der Teil des Kaiserdamms von dort bis zum neugestalteten Theodor-Heuss-Platz in die Heerstraße einbezogen.
Aufsehen erregte 1967 die Umbenennung in Adenauerdamm. Da der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer bei der Berliner Bevölkerung jedoch nicht besonders populär war, musste die Straße nach Protesten der Bürger bereits 1968 wieder in Kaiserdamm umgetauft werden.

Am 26. und 27.8.2006 veranstaltete die IG Kaiserdamm ein großes Fest zum 100-jährigen Bestehen des Kaiserdamms und nach langer Zeit erstmals wieder ein Seifenkistenrennen. Seither wird jedes Jahr im Spätsommer ein Seifenkistenrennen veranstaltet. Vom 9. bis zum 11.September 2011 fand auf dem Kaiserdamm zwischen Theodor-Heuss-Platz und Kaiserdammbrücke die 63. Deutsche Meisterschaft und die 13. Europameisterschaft im Seifenkistenrennen statt.

vgl. auch den Artikel von M. Roeder zum Kaiserdamm im Kiezer Weblog vom Klausenerplatz

Baudenkmäler am Kaiserdamm (Auswahl)