Trimmel über Aktion «Auf eurer Seite»: «Es ist an der Zeit»

Trimmel über Aktion «Auf eurer Seite»: «Es ist an der Zeit»

Kapitän Christopher Trimmel vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin hat die Wichtigkeit der Unterstützung von homosexuellen Fußballerinnen und Fußballern hervorgehoben.

Christopher Trimmel von Union während eines Spiels

© dpa

Christopher Trimmel von Union während eines Spiels.

«Wenn man darüber spricht, hat man schon etwas angestoßen. Dass man sich darüber Gedanken macht und austauscht, erfüllt den Sinn und Zweck», sagte der 33-Jährige in einer digitalen Pressekonferenz am 17. Februar 2021 im Stadion An der Alten Försterei.

«11Freunde»-Aktion mit breiter Unterstützung

Mehr als 800 deutsche Fußballer und Fußballerinnen hatten in einem vom Fußballmagazin «11Freunde» veröffentlichten Solidaritätsschreiben ihre Unterstützung zugesichert. Neben Trimmel haben sich vom 1. FC Union weitere Spieler sowie auch Trainer Urs Fischer der Aktion angeschlossen. Auch Herthas Nationalspieler und aktueller Kapitän Niklas Stark macht bei der Aktion mit. «Ich wurde gefragt und habe ja gesagt, das war relativ einfach», sagte er bei einer digitalen Medienrunde ebenfalls am Mittwoch: «Da muss man auch mal ein klares Statement setzen, dass wir das Thema auch ernst nehmen.»

Auch Max Kruse findet deutliche Worte

Stark und auch Unions österreichischer Nationalspieler Trimmel verglichen die Aktion mit Projekten zum Thema Rassismus. «Damals ist auch ein Ruck durch die Mannschaften und die Liga gegangen. Es wird Zeit, dass man auch über dieses Thema spricht», sagte Trimmel, der seit 2014 für den Berliner Verein spielt. Dabei gehe es nicht um die Namen der Unterstützer, sondern «es geht um das Thema». Unterstützung heißt dabei für Trimmel, dass die Person, die sich outen möchte, durch die Kolleginnen und Kollegen vor «Anfeindungen und Widerständen» geschützt werde. Stürmerkollege Max Kruse wird im Magazin noch deutlicher zitiert: «Wenn sich einer meiner Kollegen outen würde, würde ich ihn vor den Idioten draußen schützen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Februar 2021 14:40 Uhr

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