Fischer-Appell: «Einstellung finden»

Fischer-Appell: «Einstellung finden»

In Sachen Weihnachtsgeschenke hat Urs Fischer «alles schon geregelt», verriet der Schweizer. In Sachen Pokal will der Trainer des 1. FC Union von einer leicht lösbaren Aufgabe nichts wissen. Nur mit einer Top-Einstellung wie zuletzt beim 2:1 im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund kann auch in der 2. Runde des nationalen Cups ein Sieg gelingen, machte der Cheftrainer des Berliner Fußball-Erstligisten deutlich.

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Ein Fußball-Spiel.

«Für uns ist wichtig, die richtige Einstellung zu finden, den Fokus wieder hinzubekommen auf die schwierige Aufgabe», erklärte Fischer vor der Partie am Dienstag (20.45 Uhr) im eigenen Stadion gegen den Zweitliga-Club SC Paderborn. In der Liga steht der 1. FC Union überraschend auf Rang sechs - ein Garantie für das Weiterkommen ist das allerdings nicht. «Wer Favorit ist, interessiert mich eigentlich nicht», sagte Fischer und fügte an: «Der Pokal hat schon genügend Geschichten geschrieben.»
Auch bei den Eisernen stehen zwei Pokalerlebnisse ganz oben in der Clubhistorie. Zwar sei er nicht ganz so sattelfest in der Union-Geschichte, vom Einzug ins Pokalfinale 2001 aber hat auch Fischer schon gehört. 0:2 unterlag Union damals als Drittligist dem FC Schalke 04. Und beim 2:1-Sieg im FDGB-Pokalfinale 1968 gegen den damaligen DDR-Meister FC Carl Zeiss Jena wurden die Torschützen Meinhard Uentz und Ralf Quest zu ewigen Union-Helden.
Nach der aktuellen Partie will der 54-jährige Fischer erst einmal mit dem Achtelfinal-Ticket im Gepäck zum kurzen Festtagsurlaub zu seiner Familie reisen, besondere Voraussetzungen wie Conona-Tests auch in seiner Schweizer Heimat eingeschlossen.
«Es ist gut möglich, dass der eine oder andere frische Spieler zum Einsatz kommt», kündigte Fischer für die Aufgabe gegen den Bundesliga-Absteiger an. Ob die Liverpooler Torhüter-Leihgabe Loris Karius, in der Meisterschaft hinter Andreas Luthe nur die Nummer zwei, eine Pokalchance erhält, ließ der Trainer offen.
Die Ausfall-Liste bei Union ist weiter lang. Max Kruse, Anthony Ujah, Joel Pohjanpalo, Nico Schlotterbeck, Christian Gentner und Marcus Ingvartsen stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Der in der Bundesliga zuletzt rot-gesperrte Robert Andrich kann mitwirken.
Fischer erwartet nicht nur einen besonders ehrgeizigen Trainer-Kollegen Steffen Baumgart, der als ehemaliger Union-Profi bei den Berliner Fans noch immer sehr beliebt ist. «Sondern eine ehrgeizige Paderborner Mannschaft, die uns alles abverlangen wird», betonte der Union-Chefcoach vor der Partie, die durch die Corona-Pandemie wieder ohne Zuschauer ausgetragen wird.
Die Weihnachtspause danach ist für die Union-Profis kurz. Einige noch angeschlagene Spieler steigen schon am 26. und 27. Dezember wieder ins Training ein. Das erste Teamtraining ist für den 28. Dezember angesetzt. Am 2. Januar starten die Berliner dann bei Werder Bremen ins neue Bundesliga-Jahr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. Dezember 2020 15:38 Uhr

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